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(V. l.) Olaf Schmidt, Heinrich Förster, Michael Forster, Christine Schnell, Maria Jagodzinska, Martin Volkmann-Gebhardt, Natalia Kovacs, Prof. Dr. Michael Suda, Günter Siegl und Prof. Dr. Reinhard Mosandl.

Mittelschule Parsberg erhält Georg-Dätzel-Medaille

Am 9. Juli feierte das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan seinen Jahresempfang 2019. Zahlreiche Gäste aus Forschung und Lehre, aus Politik, Waldbesitz und von Verbänden nahmen an der Veranstaltung am Forstcampus in Freising teil. Die Verleihung der Georg-Dätzel-Medaille an die Mittelschule Parsberg war ein Höhepunkt des Empfangs.

Olaf Schmidt, Leiter des Zentrums und Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft begrüßte die Gäste. Er betonte, dass die rund 500 Waldexperten am Zentrum mit vielfältigen Forschungsarbeiten Lösungen angesichts der großen Herausforderungen im Wald wie Hitze, Trockenheit und Schädlingen erarbeiten und bereithalten.

Verleihung der Georg-Dätzel-Medaille

Die Schülerinnen Maria Jagodzinska und Natalia Kovacs sie sind das PR-Team des Schulwaldprojekts der Mittelschule Parsberg und erhielten gemeinsam mit ihren Schulwaldleitern – dem Lehrer Michael Forster und der Försterin Christine Schnell – die Georg-Dätzel-Medaille 2018. Die beiden Schülerinnen zeigten, was die Klassen sieben bis neun im Schulwald machen: „Wir haben nicht nur Holz gesägt und den Waldboden untersucht, sondern im Technikunterricht auch Insektenhotels und Nistkästen gebaut. Wir haben eine Eiche gefällt und aus ihr eine Schulbank für den Pausenhof gemacht. Toll ist, dass die große Pflanzaktion zusammen mit Schule ohne Rassismus gemacht wurde.“ Im Schuljahr 2018/19 pflanzte das „Team Schulwald“ über 300 Gehölze und Sträucher zur Gestaltung eines Waldrands. Dabei wird jede einzelne Nation, die an der Schule vertreten ist durch eine Pflanze repräsentiert, die aus dem jeweiligen Heimatland stammt. Durch die Pflanzaktion wird anschaulich die Notwendigkeit von Umweltschutz und Integration gezeigt. „Keiner muss, aber alle machen mit – das ist eine der Besonderheiten des Projekts, an dem die Schüler freiwillig teilnehmen“, betonte Prof. Dr. Reinhard Mosandl, der als Vorsitzender des Fördervereins Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan e. V. die Medaille überreichte. „Das Projekt deckt ein sehr breites Spektrum an Themen ab. Damit setzt es besonders vorbildlich das Prinzip der forstlichen Nachhaltigkeit um“, so Mosandl weiter.

Die Magie alter Baumriesen

„Ein großer Baum ist dann beeindruckend, wenn man ihn nicht mehr umarmen kann“, erklärte Prof. Dr. Michael Suda, Studiendekan für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München. Er überreichte den erstmalig verliehenen Anerkennungspreis zur Georg-Dätzel-Medaille an den Dritten Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld, Günter Siegl, und den Förster Martin Volkmann-Gebhardt. Die unterfränkische Gemeinde machte im Jahr 2015 ihre größten und beeindruckendsten Baumriesen der Öffentlichkeit über einen Wanderweg zugänglich. „Unsere Methusalem-Bäume sind zwischen 80 und 350 Jahre alt und bis zu 55 Meter hoch“, berichtete Volkmann-Gebhardt. Siegl ergänzte: „Sich mit dem Rücken an einen großen Baum lehnen, das beruhigt und entspannt.“ Suda betonte, dass Bäume Kraft spenden und dass der Wald der Gesundheit gut tut. Diesen gesellschaftlichen Aspekt unserer Wälder möchte das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan mit der Verleihung des Anerkennungspreises würdigen.

Quelle: ZWFH

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