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4. Mitteleuropäische Biomassekonferenz in Graz mit (v.l.): ÖBMV-Vorsitzender Jauschnegg

Mitteleuropäische Biomassekonferenz in Graz: „Gute Wärme wächst nach!“

Der Österreichische Biomasse-Verband, die Landwirtschaftskammer Steiermark und die BIOENERGY 2020+ GmbH sind Ausrichter der vom 15. bis 18. Januar 2014 stattfindenden 4. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz. Sie gibt einen Überblick über politische, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen auf dem Gebiet der energetischen Biomassenutzung in Europa.
Mehr als 1100 Teilnehmer aus 45 Ländern können die Veranstalter zur Biomassekonferenz begrüßen.
„Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft! (…) Mein Motto ist: green jobs, green economy, green europe“, sagte Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter bei der Eröffnung. Österreich liege bei den erneuerbaren Energie im europäischen Spitzenfeld, wobei Holz mit einem Anteil von 13 % des Gesamtenergieverbrauches wesentlich dazu beitrage.
Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher verlangte mit Blick auf die bevorstehenden Verhandlungen zur EU-Klimapolitik bis 2030, dass neben der Reduktion der Treibhausgasen auch ein besonderer Fokus auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und auf das Energiesparen gelegt wird.
Der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes Horst Jauschnegg forderte von der europäischen Politik verstärkte Anreize unter anderem zur Forcierung der aktiven Waldbewirtschaftung sowie für mehr Forschung und Technologieentwicklung im Forstsektor. „Nur 60 % des jährlichen Holzzuwachses werden EU-weit genutzt. Es schlummern also noch beträchtliche ungenutzte Potenziale in den europäischen Wäldern.“
Jauschnegg weiter: „Eine in EU-Kreisen diskutierte und von der Papierindustrie geforderte, gesetzlich verordnete Pflicht zur kaskadischen Holznutzung lehnen wir entschieden ab.“ Ein derartiger Vorschlag sei in der Praxis nicht umsetzbar und es sei zu befürchten, dass weniger Holz geerntet wird und die Holzpreise steigen, so Jauschnegg.
Initiativen für den Klimaschutz und die Holznutzung
 
Im Rahmen der Biomassekonferenz zeichnete Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter neun Qualitätsbeauftrage der Klimaschutzinitiative klima:aktiv sowie fünf Biomasseheizwerke aus. Die Klimaschutzinitiative klima:aktiv des Lebensministeriums forciert Heizwerke, die den höchsten technischen und wirtschaftlichen Effizienzkriterien entsprechen. Die Effizienz neuer Holzheizwerke hat sich durchschnittlich um 10 % verbessert, die Wärmedichte sogar um 30 %.

Für Ende Februar ist der Start einer Informationsoffensive „Gute Wärme wächst nach“ geplant. Hiermit will der Biomasseverband die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung der energetischen Holznutzung für Klimaschutz, Wertschöpfung und nachhaltige Energieversorgung informieren. Eine Informationsplattform rund um das Thema Heizen mit Holz soll u.a. CO2-Emissionen und Heizkosten von verschiedenen Heizsystemen gegenüberstellen.

Österreichischer Biomasse-Verband/S. Loboda
Grazer Bürgermeister Nagl Bundesminister Rupprechter 4. Mitteleuropäische Biomassekonferenz in Graz mit (v.l.): ÖBMV-Vorsitzender Jauschnegg NÖ-Landesrat Pernkopf

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