Waldbau

50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald

Bearbeitet von Martin Steinfath

Mitteleuropa hat eine derartig lange Waldnutzungsgeschichte, dass kaum Erfahrungen zur natürlichen Entwicklung von Wäldern vorliegen. Hier neue Einblicke in natürliche Dynamiken eines temperaten Waldes zu bekommen, war eine der Hoffnungen bei der Entscheidung zum Prozessschutz im ersten deutschen Nationalpark. Nach einem halben Jahrhundert wird in AFZ-DerWald 12 2021 eine Zwischenbilanz gezogen.

In AFZ-DerWald 12 2021 informieren Jörg Müller, Marco Heurich, Rupert Seidl über die Entwicklung der Waldbestände im Nationalpark Bayerischer Wald. So haben Vergleiche verschiedener Waldentwicklungsphasen gezeigt, dass frühe Sukzessionsphasen bei vielen Tier- und Pflanzengruppen zu den artenreichsten Phasen der Waldentwicklung gehören. Auch aktuell hohe Störungsraten hätten zu einem Anstieg der strukturellen Diversität auf der Landschaftsebene geführt.

Die Autoren gehen auch der Frage nach, ob auch in wenigen Jahren bereits wieder ähnliche Borkenkäferdynamiken im Nationalpark zu erwarten sind. Neben den Veränderungen durch Borkenkäfer und Wind haben sich im Nationalpark wieder viele altbekannte Arten etabliert. Auch für die Forstpraxis wurde an Kompromissen zwischen Ökologie und Ökonomie im Nationalpark geforscht.

Wenn Sie detailliertere Informationen dazu wünschen, finden Sie hierzu einen Artikel in der digitalen Ausgabe von AFZ-DerWald