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Mitgliederversammlung des Energieholz- und Pellet-Verbandes

Mit annähernd 70 Besuchern war die diesjährige Mitgliederversammlung des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) in Berlin wieder ein erfolgreiches Netzwerktreffen. Die Branche steht mit einem ausgereiften Konzept, das hochwertige Energieträger und innovative Feuerungstechnik vereint, für die dezentrale, regionale Energiewende am Wärmemarkt parat.

„Die Politik wäre gut beraten, wenn sie stärker auf diese moderne Form der heimischen Holzenergie setzen würde“, sagte Helmut Schellinger, 1. Stellvertretender Vorsitzender des DEPV. Mit niedrigen Betriebskosten und einem hohen Einsparpotenzial an Klimagasen ständen Pellets nicht für Kosten bei der CO₂-Vermeidung, sondern für Gewinne.

Der DEPV konnte bei der Sitzung am 22. März erstmals nahezu alle Kesselhersteller der Holzenergiebranche als Mitglieder begrüßen. Schellinger wertete dies als Beweis für den Zusammenhalt der Branche in Zeiten eines wenig erfreulichen Marktes sowie als Beleg für die qualifizierte Facharbeit im Verband. Neben Pelletproduzenten und -händlern sind nun 20 Hersteller von Pelletkaminöfen und Heizkesseln im DEPV organisiert.

Luftreinhaltung mit moderner Holzenergie

Alle Mitglieder stehen auch für eine hervorragende Emissionsbilanz von Pelletfeuerungen. Beim Thema Luftverschmutzung und Holzenergie werde in der Öffentlichkeit sehr undifferenziert argumentiert, so Schellinger. Er forderte, bei der Feinstaubdiskussion zu berücksichtigen, dass Pelletfeuerungen durch hochwertigen Brennstoff und moderne Feuerungstechnik kein Problem für die Luftreinhaltung, sondern ein Lösungsansatz seien.

CO₂-Bepreisung für Energieträger

Im öffentlichen Teil der Veranstaltung diskutierten die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Dr. Simone Peter, Bundestagsabgeordneter Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) als Vorsitzender des parlamentarischen Beirats für Nachhaltigkeit sowie Oswald Wilhelm, Präsident des Zentralen Innungsverbandes des Deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) mit dem Helmut Schellinger über die stärkere Verankerung der Wärmewende in der Öffentlichkeit.

Beim Thema CO₂-Bepreisung für Energieträger waren sich fast alle Diskutanten und Zuhörer einig, dass dies eine Möglichkeit sei, die Energiewende marktwirtschaftlich und sozialverträglich auch am Wärmemarkt umzusetzen. Nur Bundestagsabgeordneter Dr. Lenz äußerte, dass der Ansatz zwar grundsätzlich logisch erscheine – hierzu jedoch die Praxistauglichkeit verschiedener Modelle vorab zu testen sei. Der Pelletbranche geht das eindeutig nicht schnell genug, wie aus den Wortbeiträgen ersichtlich wurde.

Red./DEPV

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