Holztransport

Holztransport mit Mirrow-View

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Fällt Ihnen bei diesem Langholzzug etwas auf? An diesem Mercedes Arocs 2658 mit Doll Ratioplus-Nachläufer fehlt doch was? Ja richtig – es gibt keine Außenspiegel. Rudolf Maier in Lierbach ist nach unserer Kenntnis der erste Holzfahrer, der sich die neuen Mirror-View-Kameras gegönnt hat. Und er hat seine Investition bisher nicht bereut. Ein bekannter Vorzug der modernen Technik ist das bessere Sichtfeld durch die Seitenscheiben an Einmündungen oder im Kreisverkehr.

In der Praxis stellt er aber auch fest, dass die kleinen Linsen hoch oben in ihren abgeschirmtem Gehäusen viel weniger schmutzempfindlich sind als die großen Außenspiegel zum Beispiel bei Streusalzgischt. Auch seine Befürchtung, die Kameraausleger könnten im Wald von tiefhängenden Ästen abgerissen werden, hat sich nicht bewahrheitet. Tatsächlich gleiten diese an den glatten Bögen viel besser ab als früher an den großen zerklüfteten Spiegeln. Nur ein Feature funktioniert nicht wie erhofft: Die automatische Umschaltung des Blickwinkels in engen Kurven implementiert Daimler nur bei Sattelkupplungen. Der Langholzer basiert aber auf einem Kipperfahrgestell. Maier kann manuell umschalten, aber auch so findet er das Sichtfeld schon toll.

H. Höllerl