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Ministerium informiert zum möglichen Nationalpark im Nordschwarzwald

Ministerium informiert zum möglichen Nationalpark im Nordschwarzwald

Nachdem der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg, Alexander Bonde, sich am 14.7.2011 mit Vertretern der Region über einen möglichen Nationalpark in Nordschwarzwald ausgetauscht hatte, hat am 18.11.2011 ein weiteres Treffen im Naturpark-Haus auf dem Ruhestein zu einem Informationsaustausch und zu einer Abstimmung des weiteren Verfahrens stattgefunden.

Im Anschluss an das Gespräch betonte der Freudenstädter Landrat Dr. Klaus Michael Rückert, der beim letzten Treffen die Koordination der Interessen aus der Region übernommen hatte, es sei wichtig, dass so viele Fragen in den kommunalen Gremien, beim Naturpark, in Wirtschaft und Verbänden zusammengestellt worden seien. Richtig sei auch gewesen, in einer Vielzahl von Veranstaltungen zu informieren. Besonders hob Rückert die Fachtagung der Akademie für Ländlichen Raum am 24.9.2011 in Bad Wildbad hervor.

Minister Alexander Bonde wies darauf hin, dass die Abschlussdokumentation der Veranstaltung von Bad Wildbad mit einem umfassenden Fragenkatalog und mehr als 2000 Rückläufen der Postwurfaktion vom September jetzt vorliege. „Dieser von Professor Renn zusammengestellte Fragenkatalog ist Grundlage für die Vergabe des Gutachtens“, erläuterte der Minister. Insbesondere drei Schwerpunkte seien dabei deutlich geworden:
• Regionalökonomie (Tourismus, Einzelhandel, Gewerbe, Säge- und Holzindustrie),
• naturschutzfachliche und
• forstwirtschaftliche Fragestellungen.

Der enorme Rücklauf und die Vielschichtigkeit der Fragestellungen stellten das Gutachten zu den Chancen und Risiken eines Nationalparks jedoch vor besondere Herausforderungen, so der Minister. Für die Vergabe des Gutachtens sei eine EU-weite Ausschreibung gewählt worden, um eine transparente, nachvollziehbare und umfassende Vergabe des Gutachtens gewährleisten zu können. Derzeit würden die Unterlagen für dieses Verfahren vorbereitet. Noch im November werde mit dem komplexen Vergabeverfahren begonnen. Frühestens Ende März 2012 könne dann nach den im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung vorgesehenen Informations- und Entscheidungsschritten die endgütige Vergabe erfolgen.

„Ich gehe davon aus, dass das Gutachten Ende des Jahres 2012 vorliegt“, erläuterte Minister Bonde. Er betonte, dass ein transparentes, offenes und solides Verfahren wichtiger sei als ein Schnellschuss.

Der Minister zeigte sich über das große Interesse an dem Beteiligungsverfahren erfreut und sagte zu, dass auch in den kommenden Monaten zahlreiche Informationsveranstaltungen in der Region durchgeführt würden. Darüber hinaus würden regionale Arbeitskreise zu verschiedenen Themenbereichen eingerichtet, in denen Akteure aus der Region ihren Sachverstand einbringen könnten. Die Ergebnisse dieser regionalen Arbeitskreise würden wiederum in das Gutachten einfließen. Bonde sagte zu, dass die Vertreter der Region Vergabe und Erstellung des Gutachtens intensiv begleiten könnten.
 

MLR Baden-Württemberg

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