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Am 12. Mai 2020 verstarb im Alter von 100 Jahren der frühere Leiter der Abteilung „Forstliche Verwaltung“ am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ministerialdirigent a. D. Hermann Däumling.

Ministerialdirigent a. D. Hermann Däumling verstorben

Am 12. Mai 2020 verstarb im Alter von 100 Jahren der frühere Leiter der Abteilung „Forstliche Verwaltung“ am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ministerialdirigent a. D. Hermann Däumling.

Als junger Forstassessor begann Däumling 1952 seine Berufslaufbahn am ehemaligen Regierungsforstamt Oberbayern und wechselte kurz darauf an die Ministerialforstabteilung. Ab 1957 war er zunächst „Forstmeister ohne Revier“ am Forstamt Starnberg. 1963 übernahm er die Leitung des Forstamts Sonthofen. 1965 wechselte er als Referent für Forstrechte, Alm und Weide an die Oberforstdirektion München. 1968 kehrte Däumling ans Staatsministerium zurück, wo er zunächst die Leitung des Referats für Personal und Forstorganisation und ab 1974 die Leitung des Haushaltsreferats übernahm. 1978 wurde er zum Leiter der Abteilung „Forstliche Verwaltung“ bestellt und zum Ministerialdirigenten ernannt. 1982 trat er in den Ruhestand.

Hermann Däumling und die forstliche Gebietsreform von 1973

Mit Hermann Däumling untrennbar verbunden sind seine Leistungen bei der Vorbereitung und Durchführung der forstlichen Gebietsreform des Jahres 1973. Seinerzeit wurden in Bayern 108 Forstämter und 169 Forstreviere aufgelöst. Dabei mussten neben den dienstlichen Belangen eine Vielzahl persönlicher Anliegen der Beschäftigten und ihrer Familien bedacht werden. Däumling hat sich diesen Herausforderungen mit viel Einfühlungsvermögen, Fleiß und Organisationstalent gestellt und sie buchstäblich in Tag- und Nachtarbeit bewältigt. Die umfassende Reform verband er mit der Einführung von Führungsrichtlinien, Dienstordnungen und Stellenbeschreibungen. Die von ihm entwickelten Führungsgrundsätze der Bayerischen Staatsforstverwaltung gingen in die Fachliteratur ein und bereicherten die forstliche Praxis über Bayern hinaus. Mit seiner verantwortungsbewussten und noblen Haltung sowie seiner bewundernswerten Schaffenskraft hat er sich große Verdienste erworben. 1984 wurde er deshalb mit der Staatsmedaille in Silber ausgezeichnet.

Quelle: StMELF

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