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Ministergespräch zum Holzbau in Sachsen-Anhalt

Am 10. Januar 2018 informierte sich der Bauminister Sachsen-Anhalts, Thomas Webel (CDU), im Gespräch mit Vertretern der Holzwirtschaft aus erster Hand über die Chancen, die der Holzbau für das Wohnen und die regionale Wertschöpfung bietet. Thema des Treffens waren neben den Möglichkeiten jedoch auch aktuelle Herausforderungen für den Holzbau.

Die deutsche Holzbauquote im Wohnungsneubau liegt im Durchschnitt bei aktuell rund 16 % (Quelle: Holzbau Deutschland). Mit einer Quote von etwa 8 % bietet Sachsen-Anhalt beim Bauen mit Holz noch deutliches Entwicklungspotenzial, erläuterten Vertreter der Holzwirtschaft im Gespräch mit Minister Thomas Webel. Sie äußerten dem Minister gegenüber, der aktuell den stellvertretenden Vorsitz der Bauministerkonferenz innehat, aber vor allem ihre Bedenken hinsichtlich einer europarechtlich fragwürdigen Verschärfung der Anforderungen an Bauprodukte der Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB). Diese soll im Laufe des Jahres in sachsen-anhaltinisches Landesrecht überführt werden.

Beim Termin überreichte der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR), Xaver Haas, dem Minister neben konkreten Vorschlägen, wie das Bauen mit Holz in der Landesbauordnung Sachsen-Anhalts an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden kann, die Roadmap „Holzwirtschaft 2025“. „Wir freuen uns über die Möglichkeit, dem Minister sowie den weiteren Vertretern des Ministeriums für Entwicklung und Verkehr sowohl die Vorteile nachhaltiger Holznutzung, wie die schnelle und flexible Bauweise und die regionale Wertschöpfung, darzustellen, als auch unsere Bedenken hinsichtlich der Benachteiligung des Holzbaus im Land erläutern zu können“, so der DHWR-Präsident. „Wir sind nach dem Gespräch zuversichtlich, dass auch künftig im Dialog mit dem Ministerium die Herausforderungen gemeinsam bewältigt und konkrete Lösungen erarbeitet werden können.“

Deutscher Holzwirtschaftsrat

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