14.07.2017Waldkunde | Waldkunde | Waldschutz

Minister-Besuch in der niedersächsischen Waldbrandüberwachungszentrale

Am 13. Juli besuchte der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius die Waldbrandüberwachungszentrale in Lüneburg, um sich ein Bild von der Arbeitsweise und der Leistungsfähigkeit des hochmodernen kameragestützten Systems zu machen.

Bildschirm–Arbeitsplatz in der Waldbrandüberwachungszentrale in Lüneburg.
Foto: Niedersächsische Landesforsten
Der Einsatzeiter der Waldbrandüberwachungszentrale, Friedrich Rosanowski von den Niedersächsischen Landesforsten und sein eingespieltes Mitarbeiterteam empfingen den Minister und gewährten ihm und den anderen Besuchern Einblicke hinter die Kulisse des Hightech-Systems.
 
Die Technik, die ursprünglich vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) entwickelt worden ist, hat sich seit ihrer Einführung 2011 vielfach bewährt.
 
Die Sensoren des Systems stellen eine flächendeckende Überwachung sicher und können selbst in 20 km Entfernung Entstehungsbrände erkennen und exakt verorten. Ziel ist es, den Waldbrand so früh wie möglich zu lokalisieren und erfolgreich zu bekämpfen, um die Entwicklung größerer Brandereignisse zu verhindern und Schäden für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten“, erläuterte Friedrich Rosanowski.
 
Am Ende des Besuchs bekam Minister Boris Pistorius selbst die Möglichkeit eine Kamera in Echtzeit zu bedienen. Dabei zeigte er sich sehr beeindruckt von der vorgestellten Technik und verabschiedete sich mit den Worten: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesem innovativen und richtungweisenden Waldbrandfrüherkennungssystem unsere Risikogebiete optimal überwachen können und dass wir auch für kommende Waldbrandwetterlagen gut aufgestellt sind.“
 
Automatisiertes Waldbrandfrüherkennungssystem (AWFS)
 
Ein Mitarbeiterteam der Waldbrandüberwachungszentrale in Lüneburg überwacht an fünf Bildschirm-Arbeitsplätzen des Automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystems die Wälder in Nord-Ost-Niedersachsen. Ziel ist es, alle Waldbrände so früh wie möglich zu lokalisieren und erfolgreich zu bekämpfen. Die Entwicklung größerer Brandereignisse soll verhindert werden um Schäden für Mensch und Tier so gering wie möglich zu halten.
 
Ab Waldbrandwarnstufe 3 ist die Lüneburger zentrale von 10 bis 19 Uhr mit fünf speziell geschulten Forstwirten besetzt und überwacht eine 440.000 ha große Waldfläche in nordöstlichen Niedersachsen. Die überwachte Gesamtfläche liegt sogar bei fast 1 Mio. ha.
 
Die Sensoren des Systems sind in der Lage, eine flächendeckende Überwachung sicherzustellen und dabei besser als das menschliche Auge selbst in 20 km Entfernung Entstehungsbrände zu detektieren. Sobald eine der 20 hochempfindlichen Sensoreinheiten des Systems eine Rauchentwicklung aufgespürt hat, erfolgt eine automatische Meldung an die Zentrale. Hier wird die Meldung der Livebilder ausgewertet, analysiert und eine exakte Verortung über Kreuzpeilungen der verschiedenen Kamerastandorte vorgenommen. Bei einem bestätigten Brandereignis wird sofort die zuständige Feuerwehrleitzentrale benachrichtigt und mit den notwendigen Informationen versorgt.
 
Die Kamerastandorte erstrecken sich auf sechs Landkreise: Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle.

NLF

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Bildschirm–Arbeitsplatz in der Waldbrandüberwachungszentrale in Lüneburg. Der Einsatzeiter der Waldbrandüberwachungszentrale, Friedrich Rosanowski von den Niedersächsischen Landesforsten, informierte Minister Boris Pistorius über die Arbeitsweise des kameragestützten Waldbrandfrüherkennungssystems.
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