Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Zellstoff für die Textilindustrie aus Stendal?

Zellstoff für die Textilindustrie aus Stendal?

Mercer International kommt in einer Machbarkeitsstudie zum Schluss, dass die Zellstoffwerke in Celgar (Kanada) und Stendal (Sachsen-Anhalt) neben NSBK-Zellstoff (Northern Bleached Softwood Kraft) auch Chemiezellstoff für die Textilindustrie produzieren könnten. Mit Investitionen von 30 bis 40 Mio. US-$ je Standort könnten beide Werke ihr Produktion an die Marktlage anpassen.
Chemiezellstoff wird unter anderem für die Produktion von Kunstfasern wie Rayon eingesetzt und erzielt  bessere Preise als der hochwertige NSBK-Zellstoff. Mit der Erweiterung könnten in Stendal und Celgar jährlich 400.000 bis 500.000 t Chemiezellstoff produziert werden. Mercer betont allerdings, man wolle weiter ein führender NSBK-Produzent bleiben. Die Produktion  könne zum Beispiel halbjährlich umgestellt werden. 
Das Projekt ließe sich mit einer Bauzeit von 16 Monaten umsetzen, ohne die bisherige Produktion zu beeinträchtigen – ein dreiwöchiger Produktionsstopp sei allerdings nötig. Wenn im dritten Quartal 2011 eine Entscheidung für die Erweiterung fällt, könnte die Produktion Anfang 2013 aufgenommen werden. Zunächst möchte Mercer nur ein Werk umstellen. Welches Werk dabei zum Zuge kommt, hängt auch von der Unterstützung der jeweiligen Regierungen ab und von technischen Faktoren. In letzterer Hinsicht hat Stendal bessere Chancen.
Mercer/Red.

Auch interessant

von