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Meisterhaft

Meisterhaft

Die 13. Deutschen Waldarbeitsmeisterschaften Anfang Juni fanden im unterfränkischen Gräfendorf bei streckenweise hochsommmerlichen Temperaturen statt. Für die Sensation der Veranstaltung sorgte gleich am ersten Vormittag der U-24-Athlet Thomas Schneider aus Baden-Württemberg: Er zimmerte seinen Stamm bei der Fällung exakt auf den Zielpfahl und hatte dabei auch noch ein perfektes Stockbild produziert. Die maximale Zahl von 660 Punkten machte ihm an diesem Wochenende auch von den Profis keiner nach. Auch beim Kettenwechsel war er mit rekordverdächtigen 9,08 s einsame Spitze. Sein schlechtestes Ergebnis war der Kombinationsschnitt, bei dem er „nur“ die Bronzemedaille der Junioren erreichte. Mit insgesamt 1 634 Punkten verteidigte Thomas Schneider souverän seinen Meistertitel. Von den „Großen“ schafften nur die ersten drei bessere Ergebnisse als er. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Lokalmatador Julian Schwender und Jan Middel, der für Brandenburg startet.

Nicht so gut lief es für den anderen Titelverteidiger Marco Trabert, der gerne den Hattrick geschafft hätte. Sein Baum drehte sich im Fallen und landete 55 cm neben dem Zielpfahl. Diesen Rückstand konnte er nicht wieder aufholen und so erreichte der zweimalige Deutsche Meister in diesem Jahr nur Platz 13. Dafür triumphierte der ehemalige Weltmeister Uli Huber mit 1 677 Punkten knapp vor Gerhard Briechle (1 651) und Thomas Wickert (1 639).

Heinrich Höllerl

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