Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Mehr Waldwildnis in Thüringen

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat beim 8. Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt am 31. Januar in Berlin erneut für mehr Waldwildnis in Thüringen geworben.

„Wälder schützen unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Wo sich Wälder ohne Einfluss durch den Menschen entwickeln können, entstehen neue Lebensräume. Davon profitieren Pflanzen und Tiere, die in Wirtschaftswäldern keine Perspektive haben“, sagte Anja Siegesmund bei einer Podiumsdiskussion mit Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium.
Beim Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt des Bundesamtes für Naturschutz diskutierten Experten aus Naturschutz und Forstwirtschaft gemeinsame Wege für ein ausgewogenes Verhältnis von Waldnaturschutz und forstwirtschaftlicher Nutzung. In Thüringen sollen sich rund 26.200 ha Wald ohne forstwirtschaftliche Nutzung natürlich entwickeln. Gegenwärtig werden bereits rund 18.800 ha Waldfläche, darunter der Nationalpark Hainich, nicht mehr forstlich genutzt oder sind als Wildnisgebiet geplant.
Die Nationale Biodiversitätsstrategie des Bundes sieht vor, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Wälder mit natürlicher Entwicklung auf 5 % der Waldfläche zu steigern.
 
Naturwald Possen
Für die verbleibenden 7.400 ha des Thüringer Wildnisnetzes laufen derzeit abschließende Gespräche. Nach Plänen des Umweltministeriums soll beispielsweise rund um den Possen ein weiteres Wildnisgebiet entstehen. „Der Possen ist ein herausragender Wildniskandidat. Gerade großflächige Wälder haben einen hohen Stellenwert für den Naturschutz“, so Ministerin Siegesmund. Ein Naturwald Possen wäre wichtiger Knotenpunkt im Thüringer Wildnisnetz zwischen Kyffhäuser und Thüringer Schiefergebirge.
 
Thüringer Urwaldpfad geplant
Thüringer Urwaldpfad soll Wildnis erlebbar machen: In den nächsten Jahren soll ein Thüringer Urwaldpfad entstehen, der die Schutzgebiete über 500 km quer durch Thüringen entlang bestehender Wanderwege verknüpft. Das Projekt „Urwälder von morgen“ wird vom WWF Deutschland realisiert und vom Thüringer Umweltministerium gefördert.
„Wir wollen Wildnis für Naturliebhaber aktiv erlebbar machen. Gezielte Informations- und Bildungsangebote sollen die Menschen in den naturnahen Wald locken“, erläutert Ministerin Siegesmund die Pläne. Die Schutzgebietsflächen sollen zukünftig auch die Regionalentwicklung im ländlichen Raum stärken.
Die Thüringer Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens 5 % der Thüringer Wälder ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 26.200 ha Waldfläche aus der forstlichen Nutzung genommen werden. Bislang wurden rund 18.800 ha aus der Nutzung genommen oder sind konzeptionell untersetzt. Thüringen leistet damit seinen Beitrag zur Nationalen Biodiversitätsstrategie.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
MUEN Thüringen

Auch interessant

von