ABO

Mehr Steinböcke in Bayern

Die Anzahl der Steinböcke in den bayerischen Alpen hat deutlich zugenommen. Das geht aus dem aktuellen „Statusbericht Steinwild 2016“ hervor, den Forstminister Helmut Brunner in München vorgestellt hat (2.12.2016).

Danach ist im Vergleich zur letzten offiziellen Bestandserfassung 2010 die nach festen Vorgaben erhobene Zahl von 450 auf 730 Tiere gestiegen. Experten gehen deshalb von einer tatsächlichen Gesamtpopulation von fast 800 Tieren aus. „Diese deutliche Zunahme ist erfreulich und Beleg dafür, dass sich die Steinböcke in unseren Hochgebirgsregionen wohl fühlen“, so Brunner.
Der ganzjährig unter Schutz stehende Steinbock hat sich auf Felsgebiete über der Baumgrenze spezialisiert. In Bayern gibt es deshalb nur einzelne Populationsinseln: im Nationalpark Berchtesgaden etwa, im Oberallgäu, an der Benediktenwand (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) oder im Bereich des Brünnsteins (Lkr. Rosenheim). Hier ist die im 19. Jahrhundert im gesamten Alpenraum fast ausgerottete Tierart wieder heimisch geworden. Mit etwas Glück können Bergwanderer die imposanten Tiere beobachten, die trotz ihres Gewichts von 120 kg ausgezeichnete Kletterer sind.
Zugenommen hat die Anzahl der Steinböcke in den vergangenen Jahren am stärksten im Bereich Bad Tölz, im Oberallgäu und im Nationalpark Berchtesgaden.
Detaillierte Ergebnisse des Statusberichts, Verbreitungskarten des Steinbocks in den bayerischen Alpen sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wildtierportal.bayern.de/steinwild
Neben dieser wissenschaftlichen Erhebung gibt es seit heuer auch das gemeinsame Projekt „Alpensteinbock“ von Landesbund für Vogelschutz, Bayerischen Staatsforsten Bayerischem Jagdverband und dem Bund Bayerischer Berufsjäger. Nähere Informationen dazu gibt es unter: www.lbv.de/aktiv-werden/alpensteinbock-in-bayern
StMELF Bayern

Auch interessant

von