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Mehr Investitionen in Wismar geplant

Die holzverarbeitenden Industrien in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) planen große Investitionen. Neben einem neuen Biomassekraftwerk für Wismar Pellets, sind im nahe gelegenen Egger-Standort eine neue Fußbodenproduktion sowie eine Klebstofffabrik geplant.

Das ebenfalls in direkter Nachbarschaft gelegene Unternehmen Hüttemann, welches im vergangenen Jahr von Mayr-Melnhof übernommen wurde, investiert ebenfalls. Hier soll neue Maschinentechnik die Produktionskapazität der BSH-Produktion steigern.

Hohe Investitionen im Nordosten Deutschlands

Um konkurrenzfähig zu bleiben und um die Pelletproduktion anzukurbeln, plant die Geschäftsführung von Wismar Pellets, in ein neues Biomassekraftwerk zu investieren. Die Kosten belaufen sich auf 70 Mio. €. Die durch das Kraftwerk gewonnene Wärme soll zur Trocknung der Holzspäne herangezogen werden. Michael Hessing, Geschäftsführer Wismar Pellets, zeigte sich in einem Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) enttäuscht über die Bilanz des vergangenen Jahres. Besonders das 1. Quartal 2018 beeinflusste das Geschäftsergebnis negativ. Wetterbedingt kam es zu einer Rohstoffknappheit und damit einhergehend zu höheren Rohstoffpreisen für das vorwiegend aus dem Baltikum bezogene Holz. Mit der Investition setzt sich die Sanierung des ehemaligen German Pellets-Werkes fort.

Der nahegelegene Egger-Standort befindet sich ebenfalls im Wachstum. Für 20 Mio. € wird gegenwärtig eine neue Produktionslinie für die Fußbodenherstellung umgesetzt. Wie es von Seiten der Geschäftsführung heißt, soll bis 2022 schrittweise eine neue Leimfabrik errichtet werden. Der NDR berichtete über eine Investitionssumme von 50 Mio. €.

Bereits im April 2018 kündigte Meyr-Melnhof Vorstandsvorsitzender Richard Stralz Investitionen bei Hüttemann an. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, plant der BSH-Produzent laut NDR die bestehende Produktion zu modernisieren oder eine neue Produktionslinie zu errichten.

holzkurier.com/Red.

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