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Mehr Geld für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Schweiz

Der Bundesrat hat am 18. Mai beschlossen, zusätzlich 55 Mio. CHF in die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Schweiz zu investieren. Die Gelder sollen in den kommenden vier Jahren für dringliche Sanierungs- und Aufwertungsmassnahmen in Biotopen von nationaler Bedeutung und für die Biodiversität im Wald eingesetzt werden.

Außerdem hat der Bundesrat die Strategie zu invasiven gebietsfremden Arten gutgeheißen. Sie hat zum Ziel, mit Maßnahmen zur Früherkennung, Prävention und Eindämmung die Schäden invasiver gebietsfremder Arten in der Schweiz zu verringern.
Die biologische Vielfalt und ihre Leistungen für Wirtschaft und Gesellschaft sind unter Druck. Die intensive Nutzung natürlicher Ressourcen durch Landwirtschaft, Mobilität, Siedlungsausdehnung und Freizeitaktivitäten ließen seit 1900 die Flächen der Auen um 70 %, der Moore um 80 % und der Trockenwiesen und -weiden um 95 % schrumpfen. Mehr als ein Drittel aller untersuchten Arten der Schweiz ist bedroht. Die zunehmende Verbreitung invasiver gebietsfremder Arten sowie der Klimawandel setzen die Biodiversität weiter unter Druck.
Sofortmaßnahmen für die Biodiversität
Der Bundesrat will dieser Entwicklung entgegenwirken und hat deshalb am 18.5.2016 in Ergänzung der bestehenden Anstrengungen von Bund und Kantonen für die Förderung der Biodiversität 80 Mio. CHF aus dem Budget des BAFU umdisponiert sowie zusätzlich 55 Mio. CHF versprochen.
Diese Mittel dienen dazu, die dringendsten Sanierungs- und Aufwertungsmaßnahmen rasch anzugehen. Sie werden tranchenweise eingesetzt (2017: 20 Mio. CHF; 2018: 35 Mio. CHF; 2019 und 2020 je 40 Mio. CHF). Die Kantone werden sich in ähnlichem Umfang an der Finanzierung der dringlichen Maßnahmen beteiligen.
Diese Maßnahmen haben zum Ziel, die Qualität der Biotope von nationaler Bedeutung zu verbessern und die Biodiversität im Wald zu fördern. Beispielsweise sollen alte, aber immer noch wirkungsvolle Drainagen und Entwässerungsgräben aus Mooren entfernt, Maßnahmen gegen problematische gebietsfremde Arten getroffen sowie Waldreservate oder Alt- und Totholzinseln zur Unterstützung von Waldarten geschaffen werden.
Derzeit besteht dringender Sanierungsbedarf bei 25 % der Amphibienlaichgebiete, bei etwa 30 % der Auen, 80 % der Hochmoore, 30 % der Flachmoore und bei 20 % der Trockenwiesen und -weiden.
In der Waldbiodiversität sind schwerpunktmäßig die Förderung von Waldreservaten, von Alt- und Totholzinseln sowie von national prioritären Arten und Lebensräumen vorgesehen.
Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten
Die versprochenen Mittel sollen auch zur Umsetzung von Maßnahmen der Strategie zu invasiven gebietsfremden Arten eingesetzt werden. Diese hat der Bundesrat am 18. Mai ebenfalls gutgeheißen, um die durch diese Arten verursachten Schäden zu bekämpfen und künftige zu verhindern.
Invasive gebietsfremde Arten können sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken, besonders empfindliche oder schützenswerte Lebensräume nachhaltig verändern oder Infrastrukturen schädigen. Teil der Umsetzung der Strategie ist die Harmonisierung und Anpassung der rechtlichen Grundlagen zu gebietsfremden Arten.
Aktionsplan zur Umsetzung der Strategie Biodiversität Schweiz
Mit seinen Entscheiden unterstreicht der Bundesrat seine Absicht, die Strategie Biodiversität Schweiz umzusetzen.
Bundesrat/Bundesamt für Umwelt BAFU/Red.

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