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Mehr als 1,6 Mio. € für Nachhaltigkeitsforschung

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung fördert die Forschungs- und Transferaktivitäten zum Thema „Umwelt und Nachhaltigkeit“ an der Uni Freiburg in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt über 1,6 Mio. €.

Übergreifendes Ziel der Förderung ist, das Profilfeld inhaltlich weiterzuentwickeln und neue Verbundforschungsprojekte auf den Weg zu bringen. „Die Universität Freiburg zählt auf dem Gebiet Umwelt und Nachhaltigkeit zu den führenden Forschungseinrichtungen weltweit – mit der besonderen Stärke, dass wir über eine Vielzahl von Disziplinen verfügen, die hierzu bedeutende Beiträge leisten können“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer.

Eva Mayr-Stihl, Stifterin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung, erläutert die Beweggründe: „Mit dieser Förderung möchten wir das Profil der Universität Freiburg in der Nachhaltigkeitsforschung weiter stärken, indem wir die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachrichtungen zu diesem komplexen Themenbereich vorantreiben.“

Vier Förderformate

In den Kooperationsverträgen sind vier Förderformate vorgesehen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen ansprechen und unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Universität Freiburg hat mit Saltus! ein Format für Forschungsgruppen aus ihren Profil- und Potenzialfeldern geschaffen – die Eva Mayr-Stihl-Stiftung wird eine solche Gruppe unterstützen, die in der Nachhaltigkeitsforschung neue Verbundprojekte auf den Weg bringen und das Profilfeld inhaltlich weiterentwickeln wird.

Die Sprecherinnen und Sprecher des Profilfelds erhalten Mittel für ihre Aufgabe, die Nachhaltigkeitsforschung durch den Aufbau von Kooperationen zu stärken und die Attraktivität des Standorts für internationale Forscherinnen und Forscher weiter zu erhöhen – etwa mithilfe von Vernetzungsaktivitäten oder neuen Formaten der Wissenschaftskommunikation.

Die Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen bekommt die Möglichkeit, über ein Fellowship-Programm international angesehene Forschende für bis zu neun Monate nach Freiburg einzuladen.

Am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) entsteht ein Young Scholars Circle aus bis zu 18 talentierten und überdurchschnittlich qualifizierten Wissenschaftlern, deren Promotion nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Die Circle-Mitglieder erhalten ein Budget, um gemeinsam Projekte zu entwickeln, an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu wirken, Konferenzen zu veranstalten, Gäste aus renommierten Institutionen einzuladen und die eigenen Erkenntnisse in öffentlichkeitswirksamen Formaten innerhalb und außerhalb der Universität mit allen Interessierten zu diskutieren.

„Mit diesem Gesamtpaket verfügen wir über vielfältige Wege und Instrumente, die uns bei der Weiterentwicklung unserer Forschungsschwerpunkte maßgeblich voranbringen“, sagt Prof. Dr. Daniela Kleinschmit, Professorin für Forst- und Umweltpolitik an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und Mitglied im Sprecherteam des Profilfelds Umwelt und Nachhaltigkeit.

Förderung seit 1990

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung wurde 1986 von Eva Mayr-Stihl und ihrem Ehemann Robert Mayr gegründet. Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind insbesondere die Förderung von Wissenschaft und Forschung. An der Universität Freiburg hat sie seit den 1990er Jahren die strategische Entwicklung des heutigen Profilfelds Umwelt und Nachhaltigkeit bedeutend befördert – insbesondere mit Stiftungs- und Namensprofessuren, Preisen und Forschungsförderungen zunächst an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen, später zusätzlich am Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) der Technischen Fakultät. Die Universität Freiburg hat Eva Mayr-Stihl und Robert Mayr für ihren besonderen Beitrag zur positiven Entwicklung der Universität auf dem Gebiet zukunftsrelevanter Umweltforschung mit der Würde der Ehrensenatorin beziehungsweise des Ehrensenators ausgezeichnet.

Uni Freiburg/Red.

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