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Mecklenburg-Vorpommern: Zentrale Waldbrandüberwachungsstelle in Betrieb

Mecklenburg-Vorpommern: Zentrale Waldbrandüberwachungsstelle in Betrieb

Die klassische Überwachung der waldbrandgefährdeten Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern erfolgte bis 2003 durch Waldarbeiter von Feuerwachtürmen und wurde schrittweise durch eine moderne Waldbrandzentrale ersetzt. Diese wurde am 25. April durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, in Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) eingeweiht.
Nun können nahezu 100 % der besonders gefährdeten Flächen des Landeswaldes überwacht werden. Es wurden insgesamt vier Überwachungsgebiete, die aufgrund von Waldbestand und jährlichen Niederschlagsmengen besonders gefährdet sind, mit 21 hochauflösenden 360-Grad-Kameras mit Raucherkennungsmodulen ausgestattet. „Die Bilder der Kamera werden permanent durch die Raucherkennungssoftware geprüft. Bei Erkennung von Rauch kommt es zu einer automatischen Alarmierung des Rechners der Waldbrandzentrale. Der zuständige Mitarbeiter verifiziert diese Meldung über das Bildmaterial und löst bei Bestätigung die Alarmierung der Rettungsleitstelle aus“, erklärte Minister Dr. Backhaus. Der entsprechende Mitarbeiter scheidet vorab Fehlmeldungen aus (z. B. aufsteigende Staubwolken bei der Bestellung eines Ackers, Schlag eines Windrades).
Insgesamt werden durch das System knapp 280.000 ha Wald der Waldfläche des Landes Mecklenburg-Vorpommern überwacht. Nach über einjähriger Vorbereitungs- und Konzeptionsphase wurde 2013 binnen eines halben Jahres mit einem finanziellen Aufwand von rund 290.000 € die serverbasierende Waldbrandzentrale geschaffen. Dabei fand eine ELER-Förderung in Höhe von knapp fast 245.000 € statt.
LU Mecklenburg-Vorpommern

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