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Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2010

Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2010

Der Gesundheitszustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. „Damit gehören die Wälder in unserem Bundesland auch weiterhin zu den gesündesten in Deutschland“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2010. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume verringerte sich nochmals von 19 % im Jahr 2009 auf nunmehr 17  %. Ein spürbarer Anstieg um 5 % ist allerdings bei den schwach geschädigten Bäumen zu verzeichnen.

Bezogen auf einzelne Baumarten bzw. Baumartengruppen ist bei der Buche eine auffallende Verbesserung des Kronenzustandes festzustellen. Nach einer starken Fruchtbildung und damit verbunden physiologischen Belastung im Jahr 2009 konnte sich der Kronenzustand binnen eines Jahres wieder erholen. Während im Jahr 2009 noch 29 % der begutachteten Bäume deutliche Schäden zeigten, trifft dieses aktuell nur noch für 13 % der Buchen zu.

Auch der Benadelungszustand der Fichte hat sich verbessert. Der Anteil deutlicher Schäden liegt mit 16 % auf einem für diese Baumart relativ niedrigen Niveau.

Bei der Kiefer, die allein 40 % der Waldfläche im Land einnimmt, hat sich der Kronenzustand geringfügig um 2 % verschlechtert (aktuell 17 % deutliche Schäden). Sie hat sich jedoch stets als eine sehr robuste Baumart erwiesen, so dass diese Entwicklung keinesfalls besorgniserregend ist.

Anders stellt sich die Situation bei der Eiche dar. Zwar hat auch bei ihr der Anteil von Bäumen mit verlichteter Krone nur geringfügig zugenommen, allerding mit dem Ergebnis, dass aktuell 34 % der Eichen deutliche Schäden aufweisen. Wenn gleich die Ursachen hierfür vielfältig sind, haben Insektenfraß und Pilzbefall (Mehltau) wesentlich zu dem aktuell schlechten Kronenzustand beigetragen. Die Eiche braucht zur Regeneration dringend eine mehrjährige Erholungsphase.

LU MV

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