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Mecklenburg-Vorpommern sichert weitere Naturschutzfläche im Müritz-Nationalpark

Eine Spende der Heinz-Sielmann Stiftung in Höhe von 75.000 € nahm am 16. Februar Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, aus den Händen der Vorstände der Heinz-Sielmann Stiftung, Michael Beier, und des Europarc Deutschland e.V., Guido Puhlmann, in Hohenzieritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) entgegen.
Mit dem Geld erwirbt das Land rund 11 ha wertvolle Naturschutzfläche am Ostufer der Feisneck. Mit dem Ankauf könne ein weiteres Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern langfristig und konfliktfrei für den Naturschutz gesichert werden, so Minister Backhaus.
Das Ostufer der Feisneck ist eine historische Kulturlandschaft, die durch den Weidebetrieb der Warener Ackerbürger entstand. 1979 wurde das Gebiet, das seltene oder zum Teil sogar von Aussterben bedrohte Arten, wie Ackergoldstern, Sumpfsitter oder Sandsommerwurz beherbergt, zum Naturschutzgebiet erklärt. Seit 1990 ist das Gebiet Teil des Müritz-Nationalparks.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist im Müritz-Nationalpark Eigentümer von 67 % der Fläche. Von den ca. 48.000 ha Landfläche der hiesigen Nationalparke Müritz, Jasmund und Vorpommersche Boddenlandschaft konnten mittlerweile über 31.000 ha (etwa 66 %) in Landeseigentum überführt werden.
Zusammen mit den Flächen des Bundes, der Kommunen und von Stiftungen befinden sich von den drei Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern etwa 91 % im Eigentum der öffentlichen Hand. Dennoch gibt es noch etwa 4.220 ha private Flächen in den Nationalparks, davon alleine 2.640 ha im Müritz-Nationalpark. Zum Ankauf der privaten Flächen werden deshalb seit 2006 Landesmittel eingesetzt, die jedoch nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen. „In der Summe konnten damit bis 2015 insgesamt 138 ha meist kleinere Naturschutzflächen in Landeseigentum überführt werden. Etwa 395.000 € wurden dazu aus meinem Ressort bereitgestellt“, bilanzierte der Umweltminister. Der Rest wurde aus Spenden und Strafgeldern finanziert.
LU Mecklenburg-Vorpommern/Red.

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