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Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Landeswaldforum

„Das Ziel meiner Politik ist, die vielen Funktionen des Waldes in angemessener Weise nachhaltig zu sichern und dabei den Anforderungen der Menschen zeitnah gerecht zu werden“, erläuterte der der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus, zum Auftakt des Landeswaldforums am 26. November in Schwerin. „Dazu möchte ich, dass bis 2015 in einem für die Bürger transparenten und partizipativen Prozess ein Landeswaldprogramm erarbeitet wird.“

2011 wurde mit der Novelle des Waldgesetzes in § 39 die Möglichkeit zur Etablierung eines Landeswaldforums bei der obersten Forstbehörde geschaffen. Dieses Forum, Nachfolger der Runden Tisches Wald, ist ein Instrument, die politischen Entscheidungen auf breiter Diskussionsbasis vorzubereiten. 39 Vereine und Verbände sind beteiligt. In vielen Arbeitsgruppensitzungen ist bereits ein Papier erstellt worden mit 127 konkreten Handlungsempfehlungen für zahlreiche Themenkomplexe.

Dr. Backhaus verwies auf die vielfältigen Interessen am Wald und seine Bedeutung – als Erholungsraum, für das Klima, den Wasserhaushalt, die Biodiversität, aber auch für die Bodenfruchtbarkeit; er ist Rohstoffgrundlage ebenso wie wesentlicher Faktor der Tourismus- und zunehmend auch der Gesundheitswirtschaft; er besitzt eine archivarische Bedeutung, spiegelt sich in der Kunst wider und ist Bildungsraum für eine nachhaltige Entwicklung.

Der Minister wünschte sich, dass durch das Landeswaldforum Themen wie Energiewende und wachsender Holzbedarf, Klimawandel und die Folgen für den Waldumbau, Waldtourismus und Gesundheitswirtschaft oder auch die Umsetzung von Natura 2000 im Wald auf breiter Basis diskutiert und Empfehlungen für politische Handlungsträger abgeleitet werden.

LU MV

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