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Mecklenburg-Vorpommern: Rückepferde sind Sinnbild für naturnahe Waldwirtschaft

Mecklenburg-Vorpommern: Rückepferde sind Sinnbild für naturnahe Waldwirtschaft

„Pferde sind allerorts beliebt und wie kaum ein anderes Arbeitsmittel im Wald Sinnbild für die naturnah durchgeführte, nachhaltige Waldwirtschaft“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, am 27.11.2011 in Schlemmin (Landkreis Vorpommern-Rügen) anlässlich der Fachtagung der Landesforstanstalt „Rückepferde in der naturnahen Waldbewirtschaftung“.

Ein wachsender Kreis von Forstleuten und Waldbesitzern stehe dem Einsatz von Rückepferden in Verbindung mit einer pfleglichen naturnahen Forstwirtschaft positiv gegenüber. Dabei handelt es sich oft um eine Kombination von Pferd und Maschine. Beide müssen nach Auffassung des Ministers keine Gegensätze sein, sondern können sich sehr sinnvoll ergänzen. „Pferdeeinsatz kann unter bestimmten Rahmenbedingungen durchaus zu einer Leistungssteigerung von Forstmaschinen beitragen“, sagte Backhaus. Zu den vorrangigen Einsatzbereichen von Pferden im Forstbetrieb zählen Rücke- und Hilfsleistungen im Holzeinschlag schwächerer Dimensionen, Bodenvorbereitung in Verbindung mit der Waldverjüngung sowie Transportleistungen.

Für die Landesforstverwaltung ist der Schutz der Böden als maßgebliche Produktionsgrundlage schon seit Jahren von besonderer Bedeutung. So wurde bereits mit dem Programm „Naturnahe Forstwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ aus dem Jahr 1995 festgelegt, empfindliche Waldböden im Rahmen der Holzernte nicht mehr flächig mit Maschinen zu befahren, sondern Maschinenarbeit auf spezielle Rückegassen zu begrenzen. Dieser Ansatz wurde mit einer im Jahr 2004 herausgegebenen Richtlinie zur „Feinerschließung im Landeswald M-V“ konkretisiert.

„Neben dem Bodenschutz liegt ein weiterer wichtiger Vorteil der Pferderückung in der Pfleglichkeit der Arbeit für den Bestand. Diese ergibt sich insbesondere durch die große Wendigkeit des Pferdes“, sagte Minister Backhaus.

Der Vorteil könne aber nur dann zum Tragen kommen, wenn beim Holzeinschlag eine saubere Schlagordnung eingehalten wird sowie darüber hinaus eine gute Abstimmung zwischen Gespannführer und Pferd gegeben ist.

LU M-V

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