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Bucheneinschlag Buchenwald

Mecklenburg-Vorpommern reduziert Bucheneinschlag

Im kommenden Jahr will die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern ihren Bucheneinschlag reduzieren. Grund sind sie Schäden durch Trockenheit an großen Teilen der Buchenwälder im Nordosten Deutschlands.

In den vergangenen drei Jahren haben Hitze und Trockenheit den Buchenwäldern in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen gemacht. Die Folgen sind Dürreschäden, Borkenkäfer und ein Rückgang der Vitalität vieler Buchen. So sind mittlerweile große Schadflächen entstanden. 2020 habe sich die Situation verschärft, erklären die Landesforsten. Nach drei Jahren ohne ausreichenden Regen zeigen einzelne Bäume vermehrt Absterbeerscheinungen in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns.

Buchen sterben ab

Geschädigte Buchen leiden besonders unter dem Befall von Insekten und Pilzen. Diese Bäume sterben entweder vollständig ab oder erleiden den Verlust großer Äste bis hin zu ganzen Kronenteilen. Nach der letzten Bundeswaldinventur sind 12,5 % der Landeswaldfläche Buchenwälder.

Höherer Dichtstand – höhere Feuchtigkeit

Um langfristig die Stabilität und Funktionsfähigkeit der Buchenwälder zu sichern, plant die Landesforst MV den Bucheneinschlag in gefährdeten Flächen im kommenden Jahr zu verringern. Das betreffe vorrangig die Buchenaltbestände, informiert Vorstand der Landesforstanstalt, Manfred Baum. Welcher Rundholzmenge die Einschlagsreduktion betrifft, dazu macht die Landesforst MV keine Angaben Der höhere Dichtstand der Buchen führe dazu, dass sich das Waldinnenklima, mit höherer Feuchtigkeit, stärker ausprägen kann.

Wichtiger Rohstoff

Dabei gehe es auch um die Schutzfunktionen, wie die Bedeutung für den Wasserhaushalt, den Klimaschutz oder den Erhalt der Biodiversität. Buchenholz sei ein wichtiger Rohstoff der dem Klimaschutz diene. Die eingeleiteten Maßnahmen, dienen damit der langfristigen Sicherung der Rohstoffbasis.

Landesforst MV/Red.

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