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Mecklenburg-Vorpommern: Neue Strategien zum Waldbrandschutz

Anfang Juli 2019 brannten 950 ha des Waldes auf dem verlassenen Truppenübungsplatz Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern). Der Brand zeigte auf, dass unter den Bedingungen extremer Trockenheit und Munitionsbelastung bisherige Methoden der Waldbrandvorbeugung überdacht werden müssen. In einem Verbundprojekt mit der Technischen Universität Dresden entwickelt jetzt die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern dafür neue Strategien, die bundesweit Eingang in die forstwirtschaftliche Theorie und Praxis finden sollen.

Beispielsweise werden die Erkenntnisse des Anlegens von Schneisen, waldbrandhemmenden Riegeln und der Löschwasserbereitstellung aus dem Lübtheener Brand optimiert und praktisch erprobt. Des Weiteren werden Demonstrationsflächen angelegt und spezielle Forsttechnik für munitionsbelastete Wälder getestet. Das Anfertigen von Materialien zur Aus- und Weiterbildung von Forstleuten sowie zur Anleitung von Waldbesitzern, Feuerwehren und Verwaltung sind ebenfalls Bestandteil des Verbundprojektes.

Projektlaufzeit 2020 bis 2025

Projektstart ist der 1. Mai. Bis 2025 sollen die entwickelten neuen Strategien in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns umgesetzt sein. Das Verbundprojekt wird von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit rund 2,5 Mio. € aus dem Waldklimafonds unterstützt. Mit dem Waldklimafonds werden Maßnahmen von besonderem Bundesinteresse gefördert, die der Anpassung der Wälder an den Klimawandel dienen und den unverzichtbaren Beitrag naturnaher, struktur- und artenreicher Wälder zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen auf Dauer erhalten.

Red./LU Mecklenburg-Vorpommern

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