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Mecklenburg-Vorpommern: Nachhaltiger Waldumbau ist eine Investition in die Zukunft

Mecklenburg-Vorpommern: Nachhaltiger Waldumbau ist eine Investition in die Zukunft

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus anlässlich des internationalen Tag des Waldes: „Auch wenn der Nachhaltigkeitsgedanke forstlich in Deutschland schon lange etabliert ist, ist dies ein grundsätzlicher Ansatz, der lokal, national wie global alle Bereiche der Daseinsvorsorge für unsere natürlichen Lebensgrundlagen berührt.“
Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat seit seiner Gründung über eine halbe Milliarde Euro für den Schutz und die Entwicklung des Waldes und seiner Funktionen ausgegeben. Die Waldfläche umfasst rund 536.000 ha. Mit einem Anteil von 23,1 % an der gesamten Landesfläche liegt die Bewaldung deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (31 %). Aufgrund der relativ niedrigen Bevölkerungsdichte besitzt das Land aber einen mehr als doppelt so hohen Waldanteil je Einwohner im Vergleich zum Durchschnitt in Deutschland (0,3 ha gegenüber 0,13 ha je Einwohner).
Die Mehrung des Waldes ist wichtiger denn je …
Der Waldumbau in Mecklenburg-Vorpommern verfolgt das Ziel, nicht standortgerechte Nadelbaumreinbestände durch ökologisch besser angepasste Mischwälder zu ersetzen. Bis zum Jahr 2100 soll mit Blick auf den Landeswald der Anteil der Laubbäume von derzeit etwa 40 % auf 56 % angehoben werden. Für die Baumart Kiefer ergibt sich damit ein Baumartenwechsel auf über 30.000 ha. Dieses ist mit erheblichen Investitionen verbunden.
In den letzten Jahrzehnten sind mit der Absicht des ökologischen Waldumbaus rund 15.000 ha Nadelwälder mit Laubbäumen, überwiegend Buche, unterpflanzt worden. Dieses hat unter anderem deutlichen Einfluss auf die Grundwasserneubildung. Die derzeit in der Umbauphase befindlichen Kiefern-Buchen Mischbestände erbringen auch heute schon eine Erhöhung der Grundwasserspende von mehr als 20 % gegenüber den reinen Kiefernbeständen.
„Die Leistungen des Waldes, von denen die Menschen heute profitieren, wurden oft durch den Weitblick und das Verantwortungsbewusstsein unserer Vorfahren ermöglicht“, so Dr. Backhaus. „Die heutige Generation hat ihren Beitrag zu leisten, um den Wald für die Kinder und Kindeskinder zu erhalten. Dabei stehen wir vor großen Herausforderungen, wenn wir an den wachsenden Waldhunger der unterschiedlichen Interessengruppen denken. Auch die Folgen des Klimawandels für den Wald sind gegenwärtig nicht absehbar.“ Die weitere Mehrung des Waldes sei wichtiger denn je.

LU MV

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