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Die charakteristischen Baumreihen, die vielerorts das Landschaftsbild prägen, gehören längst zu den Sehenswürdigkeiten Mecklenburg-Vorpommerns.

Straßenbaum-Statistik in Mecklenburg-Vorpommern

Die Fäll- und Pflanzstatistik von Straßenbäumen 2018 des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern weist ein deutliches Plus an Neupflanzungen aus. In ihr wird die Anzahl der gefällten Alleebäume ebenso erfasst wie die der Neuanpflanzungen an Bundes- und Landesstraßen.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 4.423 Straßenbäume neu gepflanzt. 2.836 Bäume mussten an Bundes- und Landesstraßen gefällt werden. Das bedeutet ein Plus von 1.587 Bäumen. Erstmals seit 2014 lag die Zahl der Neupflanzungen damit deutlich über der der Fällungen, betont Infrastrukturminister Christian Pegel.

BUND Mecklenburg-Vorpommern: Positiver Trend

Dazu Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim BUND Mecklenburg-Vorpommern: „Damit hat Minister Pegel seinen Worten, die er an die Teilnehmer der Alleentagung des BUND 2018 gerichtet hatte, Taten folgen lassen. Dort hatte er sich für den Erhalt der Alleenlandschaft ausgesprochen. Neben einer fachgerechten Pflege der jungen und alten Bäume gehört dazu in erster Linie der Ersatz für Fällungen von Alleebäumen durch Neu- und Lückenbepflanzung. Besonders positiv ist, dass alle drei Straßenbauämter zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben. Der BUND hofft sehr, dass der positive Trend auch in den kommenden Jahren anhält.“

Die altersbedingten Fällungen aus Gründen der Verkehrssicherheit und die sturmbedingten Baumverluste fielen 2018 geringer als in den Vorjahren aus, so Minister Pegel. Außerdem habe die Landesstraßenbauverwaltung große Anstrengungen zum Ausgleich der höheren Verluste in den Jahren 2015 bis 2017 unternommen.

Zahl der Straßenbäume durch Neupflanzungen 2018 deutlich gestiegen

Die meisten neuen Bäume wachsen nun im Zuständigkeitsbereich des Straßenbauamtes Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – dort sind es 998 Jungbäume (gefällt wurden 501 Bäume). In der Statistik (Saldo Pflanzungen und Fällungen) folgt der Landkreis Ludwigslust-Parchim, den das Straßenbauamt Schwerin betreut, mit 1.168 neuen Bäumen (Fällungen706). In beiden Landkreisen wurden die meisten Bäume gefällt. Die Witterung hatte dort in den vergangenen Jahren zu vielen Baumschäden geführt, die die Verkehrssicherheit gefährdeten. Teilweise waren Bäume aufgrund starker Stürme gestürzt. Vor allem Ludwigslust-Parchim war davon betroffen.

Fällungen und Pflanzungen von Straßenbäumen durch die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018. Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V

Infrastrukturminister Christian Pegel resümiert: „Die Kollegen der Straßenbauverwaltung haben mit ihrem Einsatz im vergangenen Jahr einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Alleen in unserem Land geleistet. Dabei haben sie Wert darauf gelegt, die Bäume so zu pflanzen, dass in den kommenden Jahrzehnten neue, dichte Alleen entstehen können.“

Als Beispiele nennt er die Landesstraße 341 zwischen Woldegk und Göhren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), an der 412 Linden gepflanzt wurden, sowie die Landesstraße 81 zwischen Blievenstorf und Dambeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit 356 neuen Birken, Ahornen und Eichen. Daneben hat die Straßenbauverwaltung auch viele Obstbäume gepflanzt, unter anderem bei Richtenberg (Landkreis Vorpommern-Rügen). Dort stehen nun mehr als 100 Wildapfel-, Apfel- und Pflaumenbäume sowie Felsenbirnen und Ebereschen.

Charakteristische Baumreihen sollen erhalten werden

Neben Neuanpflanzungen unternimmt die Straßenbauverwaltung große Anstrengungen zum Erhalt der vorhandenen Alleen und Baumreihen. So wurden 2018 etwa 2,7 Mio. € für die Pflege der Straßenbäume aufgewendet. Christian Pegel betont: „Die charakteristischen Baumreihen, die vielerorts das Landschaftsbild prägen, gehören längst zu den Sehenswürdigkeiten Mecklenburg-Vorpommerns. Mit unserer Arbeit wollen wir diese auch für künftige Generationen bewahren.“

Red./EM M-V

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