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Alleenschutz und Verkehrssicherheit in Mecklenburg-Vorpommern

Alleenschutz und Verkehrssicherheit in Mecklenburg-Vorpommern

Im Zeitraum von 2005 bis 2013 gab es in Mecklenburg-Vorpommern 53.187 Baumplanzungen als Allee oder einseitige Baumreihe entlang von Bundes- und Landesstraßen. Diese Zahlen gab das Verkehrsministerium des Landes Ende September bekannt. Nach Berechnungen der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern gibt es zurzeit an etwa 2.192 km der 5.289 km Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern Alleen oder einseitige Baumreihen.
„Alleen sind ein Markenzeichen Mecklenburg-Vorpommerns. Sie genießen daher besonderen Schutz“, so Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel. „Der Alleenschutz ist in Mecklenburg-Vorpommern bereits in der Landesverfassung verankert. Ist die Abnahme von Bäumen dennoch erforderlich, so sind wir gesetzlich verpflichtet, Kompensationsmaßnahmen durchzuführen, das heißt, neu zu pflanzen“, so Pegel weiter.
Nicht verschweigen will Minister Pegel daher, dass den über 58.000 Neupflanzungen auch Baumfällungen gegenüberstanden. Im selben Zeitraum waren dies 20.384 Bäume an Bundesstraßen sowie 24.494 an Landesstraßen. „Dies sind viele, viele Bäume, aber die Neupflanzungen überwiegen deutlich“, so Pegel.
Schutz sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die Bäume
Abgenommen werden Straßenbäume grundsätzlich nur aus Gründen der Verkehrssicherheit oder wenn es Baumaßnahmen zwingend erfordern. Gemäß dem Verkehrssicherheitskonzept der Landesregierung müssen geeignete Maßnahmen dort getroffen werden, wo eine hohe Wahrscheinlichkeit von Baumunfällen besteht. Dabei haben Schutzplanken zur Minderung von schweren Unfallfolgen höchste Priorität. „Insgesamt sind etwa 800 km der Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern mit Schutzplanken gesichert. Ein Schutz sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die Bäume“, erläutert Minister Pegel. Dort wo es erforderlich ist, kommen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote sowie Verkehrsüberwachung hinzu. Baumfällungen sind stets das letzte gewählte Mittel.
Werden Bäume an Bundes- und Landesstraßen neu gepflanzt, müssen Mindestpflanzabstände eingehalten werden. „Ich halte dies für sehr sinnvoll“, erklärt der Minister. „Unsere bestehenden Alleen stehen in der Regel sehr nah am Fahrbahnrand. Hier schützen wir unter anderem durch Schutzplanken. Bei Neupflanzungen müssen die Abstände gemäß den einschlägigen Vorschriften von vorn herein deutlich größer sein. Die größeren Abstände erhöhen zum einen die Verkehrssicherheit, zum anderen sind diese Bäume den Einwirkungen des Verkehrsraumes wie etwa der Wurzelversiegelung sowie der Belastung durch Schadstoffe und Salz deutlich weniger ausgesetzt, was eine höhere Lebensdauer verspricht.“
EM Mecklenburg-Vorpommern

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