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Massive Hochwasserschäden im Stadtwald Zittau

Massive Hochwasserschäden im Stadtwald Zittau

Das Wochenende vom 7./8. August 2010 wird wohl lange im Gedächtnis der Menschen im Dreiländereck Polen-Tschechien-Deutschland haften bleiben. Die Starkniederschläge verursachten ein Hochwasser im Einzugsgebiet der Neiße und ihrer Zuflüsse in bisher unbekanntem Ausmaß. Die in rund 300 Jahren aufgezeichneten Höchststände der Flusspegel wurden um rund 2 m überschritten.

Der Zittauer Stadtwald reiht sich in der Kategorie „noch nie dagewesenes Ausmaß“ in die Liste der Geschädigten mit ein. Am Wald selber ist kaum ein Schaden eingetreten, aber die forstliche Infrastruktur ist in den unteren Lagen, bis zu einer Höhe von ca. 400 m ü. NN, massiv zerstört. Betroffen sind neben vorwiegend touristisch genutzten Wegen auch die gut ausgebauten und befestigten Hauptabfuhrwege. Der Gesamtschaden im Stadtwald kann mit 800000 bis 1 Mio € angeschätzt werden. Kleine, bisher kaum in Erscheinung getretene Gebirgsbäche – sie fließen der Mandau und damit der Neiße zu – haben sich zu reißenden Strömen entwickelt und die Waldwege mit sich gerissen. Aber auch die heftigen Niederschläge allein führten zum Abrutschen von Hängen und verursachten bis zu 2 m tiefe Löcher und Rinnen in stark befestigten Wegen.

Die Beseitigung der Schäden wird Jahre in Anspruch nehmen. Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Forstbetrieb infolge der eingeschränkten forstlichen Produktion wird ebenso der Naturpark in seiner touristischen Entwicklung weit zurückgeworfen. Mit der Instandsetzung der Waldwege ist der städtische Forstbetrieb finanziell völlig überfordert. Leider kann zum jetzigen Zeitpunkt nur auf zwei bestehende, kaum modifizierte Förderrichtlinien zurückgegriffen werden.

A. Bültemeier

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