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Maßgeschneiderte Hackerlösung

Forstunternehmer Daniel David aus Nordrhein-Westfalen hat sich von der Firma M. Schuller aus Bayern ein für seinen Betrieb optmiertes Gespann aus Traktor, Hacker und Hackschnitzelanhänger bauen lassen. Es schließt die Lücke zwischen dem Einsatz handbestückter Maschinen und Großhackern.

Den Anfang machte ein gebrauchter Hacker und die Idee, sich ein individuelles Gespann aus Zugfahrzeug, Hacker und Hackschnitzelhänger zusammenzustellen. Die Kombination sollte ausreichender Leistung bieten und bei einem hohen Transportvolumen trotzdem flexibel einsetzbar sein.

Unternehmer Daniel David aus dem westlich von Köln gelegenen Titz-Ameln ist überwiegend in der Böschungspflege entlang von Land-, Kreis- und Gemeindestraßen im westlichen Nordrhein-Westfalen tätig. Seine Aufträge vom Land oder von den Gemeinden liegen von der Größenordnung her meistens in einem mittleren Bereich. Sie sind zu groß, um mit handbestückten Hackern zu arbeiten, weil deren Leistung zu gering ist. Und sind zu klein für den Einsatz eines Großhackers, der möglichst ganzjährig ausgelastet sein muss, um die hohen Investitionskosten zu rechtfertigen.

Ein kranbeschickter, mit 200 Betriebsstunden noch fast neuwertiger Heizohack HM-8-500K, brachte David auf die Idee, sich eine für seine Auftragsgrößen optimale Maschinenlösung bauen zu lassen.

Dreiklang von Schuller

Das größte Problem, das dabei er dabei überwinden musste, war es, einen geeigneten Fahrzeugbauer für seine Ideen zu finden. Erst nach langwierigen Recherchen fand David mit der Firma M. Schuller aus dem bayerischen Mengkofen den richtigen Partner für das Projekt. Neben der Reparatur und Instandsetzung verschiedener Fahrzeuge führt Schuller auch Fahrzeugaufbauten nach individuellen Kundenwünschen aus und betätigt sich seit über zehn Jahren mit dem Aufbau von Dolly-Achsen.

Den Heizohack montierte Schuller direkt auf die Gabel, die er dafür um rund 2 m verlängert hat. Hacker und Fahrgestell bringen zusammen 9 730 kg auf die Waage. Direkt dahinter sitzt nun ein Anhänger der Firma Meusburger. Schuller hat bei diesem die vordere Achse ausgebaut. So wird ein Auflieger auf der Dolly-Achse daraus. Der Anhänger hat mit knapp 4,0 t ein relativ geringes Leergewicht. So kann der Forstunternehmer ihn bis zum Erreichen des zulässigen Gesamtgewichtes von 20 t mit rund 48 m³ Hackschnitzeln befüllen.

Als Zugmaschine hat Daniel David einen Schlepper T234 von Valtra gekauft, für den er sich vor allem wegen seiner Zuverlässigkeit und wegen der geräumigen Kabine entschieden hat. Auch bei dieser Maschine blieb jedoch nicht alles bei der Serienausstattung: Die Schuller-Werkstatt hat den Fahrersitz so umgebaut, dass er sich jetzt nach rechts, also im Uhrzeigersinn, drehen lässt, weil sich die Straßenböschungen in Fahrtrichtung immer auf der rechten Seite befinden.

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Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 3/2019.

Andreas Hartkopf

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