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Manfred Lutscher †

Manfred Lutscher †

Am 11. September erlag Manfred Lutscher seiner schweren Erkrankung. Lutscher, geb. am 12. Juni 1939 in Rade, Kreis Herzberg, war mit Leidenschaft Forstmann. Er begann seine Laufbahn als Revierleiter, wurde Abteilungsleiter Rohholzbereitstellung und später Fachdirektor für Produktion. Nach der Wende bis zum Eintritt in den Ruhestand war er Dezernatsleiter für Forstwirtschaft beim Regierungspräsidium Magdeburg. Das Leben Lutschers vollzog sich in einem einzigartigen Zusammenwirken von Forstwirtschaft, Kultur und Ehrenamt. 1972 war er Mitbegründer des Forstchores Flechtingen, dessen 1. Vorsitzender er bis zu seinem Tode war. Er war Leiter einer Jagdhornbläsergruppe, heute eine der führenden des Landes Sachsen-Anhalt.
Nach der Wende 1989/90 engagierte sich Lutscher zusätzlich intensiv auf forstpolitischem Gebiet. Im Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) wirkte er als Vorstandsmitglied, ab 2001 für fünf Jahre als Landesvorsitzender. Als Gründungsmitglied des Landesforstvereins Sachsen-Anhalt unterstützte er diesen aktiv. Im „Aktionsbündnis Wald“ fungierte er als Sprecher. Dabei nutzte er seinen Einfluss, um unabhängig von partei- und organisa­tions­politischen Einflüssen zur Entscheidungsfindung der Regierung und des Parlamentes zur forstlichen Organisationsstruktur, zur Erhaltung des Landeswaldes und zum Waldschutz mit fachlich fundierten Vorschlägen beizutragen. Mit der Initiierung und Umsetzung von drei ressortübergreifenden Waldkonferenzen ab 2004 wurden für Sachsen-Anhalt neue Maßstäbe gesetzt. Überragende Verdienste hat sich Manfred Lutscher bei der Entstehung des „Haus des Waldes“ im Schloss Hundisburg erworben. Er hatte erkannt, dass es im Lande eines integrierenden Kommunikations- und Bildungszentrums bedurfte, um den in und um den Wald konkurrierenden Waldnutzern und Waldschützern eine neue Plattform zu bieten. M. Lutscher war seit 1991 1. Vorsitzender des Fördervereins Haus des Waldes.
Manfred Lutschers ehrenamtliches Engagement währte über 53 Jahre. Er widmete ihm nicht nur einen großen Teil seiner Freizeit, sondern leistete selbst einen hohen persönlichen finanziellen Beitrag. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde ihm postum die Ehren­nadel des Landes Sachsen-Anhalt vom Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt verliehen und vom Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Hermann-Onko Aeikens, im Anschluss an seine Beisetzung seiner Frau überreicht. Die Vereine werden sein Andenken in großer Dankbarkeit bewahren.
LFV Sachsen-Anhalt; SDW ­Sachsen-Anhalt; Förderverein Haus des Waldes Haldensleben

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