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LKW Maut wird ausgeweitet

LKW Maut wird ausgeweitet

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wird die Maut auf deutschen Bundesfernstraßen deutlich ausweiten. Schon ab Anfang 2015 sollen Lastwagen auf weiteren 1 000 Kilometer vierstreifigen Bundesstraßen Maut zahlen. Bereits 2012 war die Abgabe auf 1135 Kilometer autobahnähnlichen Bundesstraßen eingeführt worden. Parallel dazu soll die Gewichtsgrenze von 12 t auf 7,5 t abgesenkt werden – das betrifft rund 180 000 Kleinlaster in Deutschland.Die gute Nachricht: Nach dem neuen Wegekostengutachten für das Bundesfernstraßennetz 2013–2017 müssen die Mautsätze von aktuell durchschnittlich 17 Ct/km abgesenkt werden. Mit dem stark gesunkenen Zinsniveau seien Einsparungen bei der Straßensanierung möglich. Wie hoch der neue Satz sein wird und welche Vergünstigungen die neuen Euro-VI-Lkw erhalten, ist allerdings noch nicht beschlossen.Mit der Ausweitung der Mautpflicht will der Minister in der aktuellen Legislaturperiode eine Finanzierungslücke von 2 Mrd. € größtenteils schließen. Ab 2018 sollen sämtliche Bundesstraßen, rund 40 000km, in die Mautpflicht einbezogen werden.Der Bundesverband der deutschen Säge- und Holzindustrie DeSH sieht in diesen Maßnahmen eine weitere Schwächung des Clusters Forst und Holz. Während mehrere europäische Nachbarstaaten die zulässige Tonnage für Holztransporte erhöht haben, werde das Fahren auf deutschen Straßen immer teurer. Aktuell koordiniert die Arbeitsgemeinschaft der Rohholzverbraucher AGR ein gemeinsames Forschungsprojekt von Unternehmen der Holzindustrie, des Holztransportgewerbes, Vertretern des Waldbesitzes und Forschungseinrichtungen, um Effizienzpotentiale aufzeigen und die Holztransportlogistik zu verbessern.

Höllerl/DeSH

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