EiEin Holz-Lkw fährt Käferholz zusammen,
Ein Lkw-Fahrer fährt Käferholz zusammen, das fpür den Export nach China vorgesehen ist
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Lichtblick in Sachen Fahrermangel

27. August 2022

Die Verkehrswirtschaft leidet an einem seit Jahren wachsenden Mangel an Berufskraftfahrern. Die International Road Transport Union (IRU) hat festgestellt, dass die Zahl der unbesetzten Stellen in Europa von 2020 auf 2021 um 42 % gestiegen ist und allein in Deutschland bis zu 80 000 Stellen unbesetzt blieben.

Fahrer aus Drittsstaaten sind nötig

Um Abhilfe zu schaffen, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgeschlagen, die Anerkennung von Führerscheinen EU-weit zu harmonisieren. Während Länder wie Spanien oder Frankreich die Hürden für Fahrer aus bestimmten Drittstaaten niedrig halten, ist die Anerkennung in Deutschland nur ausnahmweise möglich. Ohne den Einsatz von Berufskraftfahrern aus Drittstaaten wird es aber aus Sicht der DIHK nicht möglich sein, dem Fahrermangel zu begegnen.

Bewegung in dieser Frage könnte die Novellierung der EU-Führerschen-Richtlinie bringen, die unter anderem die Anerkennung von Führerscheinen umfasst. Vorstellbar ist zum Beispiel, dass die Mitgliedstaaten die Führerscheine aller Fahrern, die fünf Jahre in der EU gefahren sind, unkompliziert in einen EU-Führerschein umschreiben.

Gesetzgebungsprozess dauert

Eine schnelle Lösung ist aber auch damit nicht in Sicht. Der Entwurf der neuen Richtlinie soll zwar noch dieses Jahr in die weitere Beratung gehen. Der Gesetzgebungsprozess dauert aber normalerweise mindestens ein bis zwei Jahre. Dann haben die Mitgliedstaaten noch 18 Monate Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Red.