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LFE und HU: Historische Partnerschaft neu besiegelt

LFE und HU: Historische Partnerschaft neu besiegelt

Im 200. Jubiläumsjahr der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) kehrt die Eberswalder forstliche Forschung an ihre Wiege zurück. Am 19. Oktober 2010 wurde im Dekanatssaal in der Berliner Invalidenstraße die Wiederaufnahme der offiziellen wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) rechtskräftig beschlossen. Dem Humboldtschen Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre folgend, zielt die Vereinbarung darauf ab, die Forschungstätigkeit im Bereich der Agrar-, Forst- und Umweltwissenschaften im Nordostdeutschen Tiefland zu stärken, den Wirkungsgrad des Wissenstransfers in die Landnutzungspraxis zu steigern und die wissenschaftliche Ausbildung zu befördern.

Die jetzt besiegelte Vereinbarung knüpft an eine seit 1814 bestehende Tradition an, die 1963 von der SED-Führung mit der politisch motivierten Schließung der Eberswalder Forst-Fakultät zunächst beendet wurde und ab 1992 wieder auflebte. Der Dekan der Fakultät, Professor Frank Ellmer, und der Leiter des LFE, Professor Klaus Höppner, unterzeichneten die Vereinbarung über wissenschaftliche Zusammenarbeit für die künftige Kooperation. Thematische Schwerpunkte sind dabei in den Forschungsbereichen der Pflanzenökophysiologie, der Genetik, der Waldökologie sowie der Pflanzenanzucht- und -analyseverfahren angesiedelt. Die gemeinsame Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen, Einwerbung von Drittmittelprojekten, Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen, Publikationstätigkeit sowie die Übernahme von Lehraufträgen und Gastvorlesungen sollen helfen, die Nutzung der verfügbaren Personal- und Sachmittel zielgerichtet zu optimieren.

Die Berliner Universität – heute Humboldt-Universität zu Berlin – wurde auf Initiative von Wilhelm von Humboldt im Jahre 1810 gegründet. Die ersten forstlichen Vorlesungen hielt Georg Ludwig Hartig ab 1814. Die institutionelle forstakademische Ausbildung an der Berliner Universität begann unter der Leitung von Wilhelm Pfeil im Jahre 1821 im Rahmen der Preußischen Forstakademie. Auf Betreiben von Pfeil und mit Unterstützung von Alexander von Humboldt ist 1830 die forstliche Ausbildung von Berlin nach Neustadt-Eberswalde verlegt worden, um die forstwissenschaftliche Lehre mit der Praxis im Wald besser verbinden zu können.

LFE

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