ABO
LFDir Egon Fischer i.R.

LFDir Egon Fischer i.R.

Zum 31. Dezember 2010 ging mit Egon Fischer eine profilierte und hochgeschätzte Führungskraft der Baden-Württembergischen Forstverwaltung in den verdienten Ruhestand.
Fischer begann nach dem Abitur 1966 mit dem Forststudium in Freiburg, das er 1971 mit der Diplomprüfung und nach der Referendarzeit mit der Großen Forstlichen Staatsprüfung 1973 abschloss. Nach einem halben Jahr als Amtsverweser beim städtischen Forstamt Freiburg sammelte er von 1974 bis 1977 als Forsteinrichter reiche waldbauliche Erfahrungen, bevor er bei der Forstdirektion Freiburg für fünf Jahre als Referent in der Betriebsplanung tätig war. 1982 wurde dem gerade 36-Jährigen die Leitung des Forstamts Oberndorf a.N. übertragen. Bereits 1985 kehrte Fischer wieder an die FD Freiburg zurück, zunächst als Leiter der Abteilung Markt und Holz, bevor ihm 1987 die Leitung der Abteilung Biologische Produktion übertragen wurde. In dieser Funktion steuerte er 23 Jahre erfolgreich die waldbaulichen Entwicklungen im Bereich des Regierungsbezirks Freiburg. Dabei galt es unter dem zunehmenden finanziellen Druck der öffentlichen Haushalte, die betrieblichen Ziele der Waldbesitzer und die ökologischen Herausforderungen moderner Waldwirtschaft in Konsens zu bringen.
Diese Herausforderung kann man auch als Initialstufe des Naturnahen Waldbaus bezeichnen, den Fischer maßgeblich mit entwickelte und mit großer Überzeugungskraft intern und extern vermittelt hat. In dieser Aufgabe sind auch die vielfältigen Kontakte entstanden, die Egon Fischer zu „seinen Gemeinden“ und vor allem zu „seinen Forsteinrichtern und Referendaren“ so gerne gepflegt hat. Diese Diskussionen mit ihm und vor Ort werden in bester Erinnerung bleiben und viele werden sie zukünftig vermissen.
Das letzte Jahr des aktiven Dienstes brachte für Egon Fischer mit Gründung des Landesbetriebs ForstBW nochmals große organisatorische Veränderungen mit sich. Als Geschäftsbereichsleiter Waldbau, Waldschutz und Vermehrungsgut war er nun für ganz Baden-Württemberg zuständig und setzte neben notwendigen organisatorischen Veränderungen, neue Schwerpunkte in der Thematik Klimawandel und diesbezüglicher Anpassungsstrategien.

Auch interessant

von