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Lenzing passt sich dem schwierigen Markt an

Lenzing passt sich dem schwierigen Markt an

Die Lenzing Gruppe will den anhaltend schwierigen Marktbedingungen in der globalen Faserindustrie mit einem Kostenoptimierungsprogramm entgegensteuern. Die vor einem Jahr gestarteten organisatorischen Optimierungen an allen Standorten und in allen Unternehmensbereichen zeigen zwar Wirkung, reichen aber nicht aus, um den Preisrückgang am internationalen Fasermarkt auszugleichen.
  
Lenzing geht weiterhin von einer guten Mengennachfrage bei allen man-made Cellulosefasern aus, erwartet jedoch bei den Preisen auch für die kommenden Quartale keine Erholung am Weltmarkt. Dies auch deswegen, weil sich in Folge des massiven Ölpreisrückganges auch Polyesterfasern zuletzt deutlich verbilligt haben und aufgrund eines Überangebotes von chinesischer Baumwolle länger anhaltend mit niedrigen oder zumindest volatilen Baumwollpreisen zu rechnen ist. Aus diesen Gründen wird Lenzing auf absehbare Zeit weder am Standort Lenzing noch im Ausland neue Großprojekte zum Ausbau ihrer Viscosefaserkapazitäten umsetzen. Das Investitionsvolumen des Unternehmens wird somit an die aktuelle Marktentwicklung angepasst und sich in den Folgejahren signifikant reduzieren.
Die erfolgreiche Fertigstellung der neuen TENCEL Faseranlage in Lenzing und das reduzierte Investitionsvolumen führen dazu, dass technische Planungs- und Fertigungskapazitäten insbesondere am Standort Lenzing nicht mehr im bisherigen Ausmaß aufrechterhalten werden können. Dies erfordert eine Reorganisation der Lenzing-internen Bereiche Engineering und Instandhaltung und des Tochterunternehmens Lenzing Technik GmbH. Von der Neustrukturierung werden insgesamt bis zu 250 Arbeitsplätze (davon ein Drittel Leiharbeiter), hauptsächlich am Standort Lenzing, betroffen sein.
Lenzing produziert Zellstoff an den Standorten Lenzing/Österreich sowie in Paskov/Tschechien. Am Standort Lenzing wird der für die Faserproduktion in Lenzing benötigte Zellstoff aus Buchenholz erzeugt. Es werden jährlich etwa 1 Mio. Fm Holz angeliefert; knapp 40 % davon stammt aus Österreich, der Rest aus den umliegenden Ländern wie Slowakei, Tschechien, Deutschland oder Ungarn.
Lenzing

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