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Leitender Forstdirektor Thomas Dietz in den Ruhestand verabschiedet

Am 30. September 2016 wurde der Leiter des Fachbereichs Waldarbeit des Landesbetriebes ForstBW, Thomas Dietz, in den Ruhestand verabschiedet.

In Ulm geboren und in Heidenheim aufgewachsen, studierte Dietz von 1973 bis 1978 Forstwissenschaften an der Albert-Ludwig Universität in Freiburg. Nach der Referendarzeit im damaligen staatlichen Forstamt Oberkochen legte er 1980 sehr erfolgreich die große forstliche Staatsprüfung ab. Seine Begeisterung für Forsttechnik und Waldarbeit war schon früh erkennbar, denn seine erste Verwendung führte ihn als Referent der Abteilung Waldarbeit an die Forstdirektion Stuttgart. 1985 wurde Dietz mit der Leitung des staatlichen Forstamtes Esslingen betraut. 1992 wechselte er erneut an die Forstdirektion Stuttgart, wo er die Leitung der Abteilung Waldarbeit und Haushalt übernahm. 2000 wurde er Leiter der Gebietsleitung Neckar-Alb und damit zuständig für die betriebswirtschaftliche und waldbauliche Aussteuerung der Forstämter in dieser Region.

2010 übernahm Dietz erneut die Leitung des Fachbereichs Waldarbeit – diesmal für den gesamten Staatswald in Baden-Württemberg. Das Aufgabenspektrum reicht von der Arbeitssicherheit in der Waldarbeit über die Eigenmechanisierung, das Stützpunktwesen in Baden-Württemberg, bis hin zur Walderschließung und zum Bodenschutz und schließt auch die Zuständigkeit für die zahlreichen Bauwerke, Brücken und Weiher im Forstvermögen des Landes mit ein. Besonders wichtig waren ihm immer die im Wald arbeitenden Menschen und die Verbesserung der Arbeitssicherheit für die Waldarbeiter, eine Aufgabe, die in den komplexen Verwaltungsstrukturen und verteilten Verantwortlichkeiten nicht immer einfach war. Trotzdem ist es ihm gelungen, mit breiter Einbindung aller Beschäftigtengruppen, der Unfallversicherer und der Berufsvertretung, gemeinsam zwischen Landkreisen und ForstBW eine Partnerschaft für sichere Waldarbeit zu vereinbaren. Diese soll mit Schulungskonzepten, vorbeugender Gymnastik und vor allem durch die Einführung von Sicherheitscoaches zu einer wesentlichen Reduzierung des Unfallgeschehens beitragen.

Auch über den unmittelbaren Bereich seiner eigenen Verwaltung hinaus hat Thomas Dietz sich als aktiver Netzwerker betätigt. Über viele Jahre hinweg hat er den Austausch zwischen der Forstdirektion Krakau und der Forstdirektion Stuttgart verantwortlich organisiert und gepflegt und dabei beste Kontakte zu den polnischen Kollegen aufgebaut. Auf der Bundesebene wirkte er bei mehreren Ausschüssen des KWF mit und ist Mitglied im Verwaltungsrat der Gesellschaft für forstliche Arbeitswissenschaft (GEFA). Außerdem vertrat er die Interessen von ForstBW bei der Tarifkommission des Kommunalen Arbeitgeberverbandes und hat sich dort durch sein Verhandlungsgeschick und sein solides Fach- und Erfahrungswissen hohes Ansehen erworben.

Auf der Landesebene war er bei der Unfallkasse Baden-Württemberg als Arbeitgebervertreter im Vorstand für die Belange der Forstwirtschaft aktiv. Auch im Rahmen seines ehrenamtlichen Engagements hat er sich mit fachlicher Kompetenz und durchaus auch mit Nachdruck für Wald und Forstwirtschaft eingesetzt und dabei wo immer das möglich war, auf einen sinnvollen und fairen Ausgleich zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen hingewirkt. Das gilt sowohl für seine Funktion als stellvertretender Bezirksjägermeister und Mitglied im Präsidium des Landesjagdverbandes als auch in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Landesnaturschutzverbandes, dem er seit vielen Jahren angehört.

In all seinen Tätigkeiten hat Thomas Dietz sich mit Nachdruck und hoher Wirksamkeit für die Interessen seiner Verwaltung eingesetzt. Dabei ist es ihm gelungen auf der einen Seite klar Position zu beziehen, auf der anderen Seite war er aber auch immer bereit die Anliegen des Gegenübers zu sehen und dadurch zu sinnvollen Kompromissen zu kommen.

Die Geschäftsführung sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ForstBW danken Thomas Dietz herzlich für sein langjähriges Engagement und wünschen ihm alles Gute vor allem aber auch Gesundheit für den weiteren Lebensweg.

Landesbetrieb ForstBW

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