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Leichtere Zertifizierung für Forstunternehmen

Heute existieren verschiedene Gütesiegel und Zertifikate für Holzprodukte mit unterschiedlichen Qualitätsstandards (z.B. PEFC, FSC, Naturland, RAL, KFP usw.). Sie stehen nebeneinander und häufig auch in Konkurrenz zueinander und erschweren nicht nur dem Endkunden die Übersicht. Auch Waldeigentümer, Forstbetriebe und Unternehmen sind verunsichert, mit welchem Partner sie zusammenarbeiten können, um das wichtige Nachhaltigkeitsgütesiegel zu erhalten. Denn vermehrt kommt es zu Problemen bei der Anerkennung von Zertifikaten. Auch wegen der damit einhergehenden Kosten entscheiden sich viele Unternehmen gegen eine Zertifizierung. Infolgedessen ist der flächenmäßige Anteil zertifizierten Waldes heute teilweise rückläufig. Bislang gibt es für die Unternehmen der Forstwirtschaft keine Hilfsmittel oder (Handlungs-)Empfehlungen für die Orientierung innerhalb des konkurrierenden Zertifizierungsangebots.Ein Projekt des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und – automatisierung IFF in Magdeburg soll nun dabei helfen, dieses Problem zu überwinden. Das vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Projekt für den „Vergleich forstlicher Zertifizierungssysteme (FZ4CoC)“ erarbeitet Empfehlungen, mit deren Hilfe forstwirtschaftliche Zertifizierungssysteme leichter verglichen und bewertet werden können. Dafür klassifizieren die Forscher die derzeitigen Zertifikate, ermitteln Bewertungskriterien auf Basis vorhandener Datengrundlagen und vergleichen das Aufwand-Nutzen-Verhältnis für unterschiedliche Zertifizierungskunden wie Waldbesitzer, Forstbetriebe, Dienstleistungsunternehmen und Holzverarbeiter. Die im Ergebnis abgeleiteten Handlungsempfehlungen sollen den unterschiedlichen Akteuren die Entscheidung für das geeignete Zertifizierungssystem erleichtern.Die Forscher hoffen, die Zertifizierung der regionalen Wälder mit Nachhaltigkeitsgütesiegeln und damit auch die nachhaltige Forstwirtschaft zu unterstützen und voranzutreiben. Das 12-monatige Vorhaben endet im April 2015 und wird durch eine Vielzahl an Partnern in Sachsen-Anhalt, wie den Landesforstbetrieb, das Landeszentrum Wald, den Waldbesitzerverband und die Arbeitsgemeinschaft forstlicher Lohnunternehmer, die Holzindustrie sowie die regionalen PEFC- und FSC-Arbeitsgruppen unterstützt.

IFF

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