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Leere Rundholzlager in der Bodensee-Rheinregion

Leere Rundholzlager in der Bodensee-Rheinregion

Knapp 30 Unternehmer und Branchenvertreter der Holzindustrie aus der Schweiz, Deutschland, dem Elsass, Tirol und Vorarlberg versammelten sich Anfang September beim traditionellen Vierländertreffen in Schruns in Vorarlberg.
Gesprächsthema Nummer eins war das Problem der Rundholz-Schnittholz-Preisschere, welches in alle Teilnehmerländern festzustellen ist. Obwohl die Exportmengen durchaus zufriedenstellend sind, konnte der Schnittholzpreis nicht adäquat an den Rundholzpreis angepasst werden. Logische Konsequenz ist eine weitere Verschlechterung der Rentabilität bei den Sägebetrieben. Deshalb auch der Appell an die Forstbesitzer, Vernunft walten zu lassen und die Rundholzpreise eng an den Möglichkeiten der Schnittholzmärkte auszurichten.
Skeptisch zeigten sich die Branchenvertreter auch bei der Rundholzversorgung. Bisher sind kaum relevante Käferholzmengen angefallen. Die Rundholzlager bei den Sägebetrieben haben einen historischen Tiefstand erreicht. Wenn die Holzschlagsaison im Herbst wieder beginnt, wird sich zeigen, wie sich die Situation weiter entwickelt.
Anlass zur Hoffnung geben die leeren Schnittholzlagern sowohl bei den Sägern als auch bei den Kunden, was auf eine erhöhte Nachfrage bei Schnittholz schließen lässt.
Trotzdem gehen die Teilnehmer davon aus, dass die Einschnittkapazität in Europa nach wie vor zu groß ist und nicht an die zur Verfügung stehende Rundholzmenge angepasst ist. Sie fordern deshalb eine weitere Anpassung der Sägewerkskapazitäten an die Verfügbarkeit von Rundholz undsehen dabei auch die Banken in der Verantwortung.
VSH

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