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Laubwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein

Am 19. Februar 2013 fand die Gebotseröffnung der 41. Laub- und Nadelwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein statt. Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden 3585 Fm (Vorjahr 3608 Fm) der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten. Diese vier koordinierten Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR), sowie auf dem Lagerplatz Lanken zeitgleich vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck ausgerichtet.
Bei insgesamt konstanter Angebotsmenge wurde aufgrund der guten Nachfrage insbesondere deutlich mehr Eiche angeboten (2675 Fm gegenüber 2102 Fm im Vorjahr). Die angebotene Eschen-Menge war mit 737 Fm um 43 % geringer als im Vorjahr (1287 Fm). Insgesamt haben sich 23 Bieter aus ganz Deutschland, sowie aus Dänemark und Polen an den Submissionen beteiligt. Verkauft wurden 10 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche Erle und Roteiche.
Insgesamt konnten 97 % der angebotenen Menge zugeschlagen werden. Der Gesamtumsatz lag bei 1.411.000 EUR (Vorjahr 1.208.000 EUR). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 405 EUR/Fm erzielt (Vorjahr 335 EUR/Fm) Die Veränderung beim Durchschnittserlös resultiert vor allem aus der Verschiebung der Mengenanteile von Eiche und Esche. Insgesamt zeigt sich qualitätsbezogen eine stabile Preissituation.
Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 469 EUR/Fm erreicht (Vorjahr 433 EUR/Fm). Die Erhöhung von 8 % ist vor allem qualitätsbedingt. Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Forstbetriebsgemeinschaft Stormarn mit einem absoluten Spitzenpreis von 2.289 EUR/Fm. Dieses ist mit 5,79 Fm zugleich der teuerste Stamm der Submissionen mit einem Erlös von insgesamt 13.253 EUR. Die Anzahl der Gebote lag für die Eiche im Durchschnitt bei 4,9 bis 5,3 je Los.
Bei der Esche konnte mit 185 EUR/Fm ebenfalls ein stabiler Durchschnittspreis erzielt werden (Vorjahr 193 EUR/Fm). Auch bei der Esche ist die geringe Veränderung vor allem qualitätsbedingt.
Ahorn wurde mit 41 Fm nur zurückhaltend angeboten (Vorjahr 52 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 304 EUR/Fm, als Höchstpreis wurden 367 EUR/Fm erzielt.
Auch die Kirsche wurde marktbedingt nur mit einer geringen Menge von 14 Fm angeboten und erzielte im Durchschnitt 289 EUR/Fm.
Durchaus bemerkenswert war das Ergebnis für die Roteiche, 18 Fm wurden zu einem Durchschnittspreis von 267 EUR/Fm bei einem Spitzenpreis von 347 EUR/Fm verkauft.
Die Kreisforsten Herzogtum Lauenburg hatten auch etwas Nadelwertholz mit angeboten. Dabei erzielte ein Lärchen-Furnierstamm ein beachtenswertes Höchstgebot von 669 EUR/Fm.
Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden. Die Preise insbesondere für die mengenmäßig bedeutsamen Eichen und Eschen sind qualitätsbezogen stabil geblieben. Insgesamt erreichen die Preise wieder ein zufriedenstellendes Niveau. Es setzte sich bei den Submissionen in Schleswig-Holstein ein Trend fort, der sich in den letzten Wochen auch schon bei anderen Laubholzversteigerungen in Deutschland gezeigt hat: Die Nachfrage nach wertvollen Eichen ist anhaltend hoch.
 
Harald Nasse, Schleswig-Holsteinische Landesforsten
5 Spitzeneiche der 41. Laub- und Nadelwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein: 2.289 EUR/Fm

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