ABO
Rund 4.300 Fm der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holsteins Wäldern kamen im Rahmen eines schriftlichen Meistgebotsverfahrens zum Verkauf. Im Dr. Manfred Quer/Holzagentur (links) und Harald Nasse

Laubwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein

Am 15. Februar 2017 fand die Gebotseröffnung der 45. Laubwertholz-Submissionen Schleswig-Holstein statt. Das zum Vorjahr größere Angebot ergab insgesamt stabile Erlöse.

Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden rd. 4.350 Fm der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten. Diese vier koordinierten Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR), sowie zeitgleich auf dem Lagerplatz Lanken vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck ausgerichtet.
Bei insgesamt 24 % gestiegener Angebotsmenge wurde aufgrund der guten Nachfrage wieder eine beachtliche Menge Eiche angeboten (3.290 Fm gegenüber 2.670 Fm im Vorjahr). Die angebotene Eschenmenge lag mit 826 Fm auch 20 % über dem Vorjahr (681 Fm). Insgesamt haben sich 25 Bieter aus ganz Deutschland, sowie aus Dänemark, Polen, Estland und der Schweiz an den Submissionen beteiligt. Verkauft wurden 13 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche Erle und Roteiche. Insgesamt konnten rd. 95 % der angebotenen Menge zugeschlagen werden.
Der Gesamtumsatz lag bei 1.825.000 € (Vorjahr 1.470.000 €). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 440 €/Fm erzielt (Vorjahr 440 €/Fm). Insgesamt zeigen sich geringfügig steigende Preise für die Eiche, die Preise für Esche haben im Durchschnitt um 5 % nachgegeben.
Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 506 €/Fm erreicht (Vorjahr 500 €/Fm). Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg mit 2.038 €/Fm. Dies war auch der teuerste Einzelstamm der Submissionen. Mit einem Volumen von 5,33 Fm erzielt diese Eiche einen Erlös von 10.862 €. Die Anzahl der Gebote lag für die Eiche im Durchschnitt bei knapp 7 je Los. Bei der Eiche wurde eine beachtliche Menge von über 100 Fm „Roseneichen“ zu bemerkenswerten Preisen von bis zu 858 €/Fm verkauft.
Bei der Esche konnte mit 201 €/Fm ebenfalls ein erfreulicher Durchschnittspreis erzielt werden (Vorjahr 212 €/Fm). Das Höchstgebot für die Esche lag bei 342 €/Fm. Besonders bei der Esche blieb allerdings ein erheblicher Anteil der Lose ohne Gebot.
Ahorn wurde mit 20 Fm weiterhin nur zurückhaltend angeboten (Vorjahr 32 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 378 €/Fm, als Höchstpreis wurden 1.030 €/Fm erzielt. Auch die Kirsche wurde marktbedingt nur mit einer geringen Menge von 37 Fm verkauft und erzielte im Durchschnitt 252 €/Fm.
Eine kleine Menge Roteiche (103 Fm) wurde zu einem Durchschnittspreis von 197 €/Fm verkauft.
Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden. Die Preise insbesondere für die mengenmäßig bedeutsamen Eichen trotz erheblicher Mengensteigerung stabil geblieben. Die Nachfrage nach wertvollen Eichen ist anhaltend hoch. Ein lebhafter Wettbewerb bei der Eiche zeigt sich vor allem im Bereich des hochwertigen Sägeholzes.
Schleswig-Holsteinische Landesforsten
Verantwortlicher für die Holzvermarktung/Landesforsten (rechts). Foto: Schleswig-Holsteinische Landesforsten Ergebnisse Submission Daldorf und Lanken 2017 im Vergleich mit Vorjahren . Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesforsten Rund 4.300 Fm der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holsteins Wäldern kamen im Rahmen eines schriftlichen Meistgebotsverfahrens zum Verkauf. Im Dr. Manfred Quer/Holzagentur (links) und Harald Nasse

Auch interessant

von