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Laubwertholz-Submissionen

Laubwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein

Am 19. Februar 2019 fand die Gebotseröffnung der 47. Laubwertholz-Submissionen Schleswig-Holstein statt.

Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden etwa 4.300 Fm der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten. Diese vier koordinierten Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR), sowie zeitgleich auf dem Lagerplatz Lanken von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck ausgerichtet.

Die Angebotsmenge lag vor allem aufgrund der trockenen Witterungs- und Bodenverhältnisse im Spätherbst 10 % über Vorjahr. Der Schwerpunkt lag wieder bei der Eiche, die mit einer Menge von rd. 3.350 Fm angeboten wurde (3000 Fm im Vorjahr). Die angebotene Eschenmenge lag mit 847 Fm auf Vorjahrsniveau (826 Fm). Insgesamt haben sich 24 Bieter (Vorjahr 32) aus ganz Deutschland, sowie aus Dänemark und den Niederlanden an den Submissionen beteiligt. Verkauft wurden 14 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche, Erle und Roteiche. Insgesamt konnten rd. 90 % der angebotenen Menge zugeschlagen werden.

Der Gesamtumsatz lag bei 1.785.000 € (Vorjahr 1.825.000 €). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 460 €/Fm erzielt (Vorjahr 462 €/Fm) Insgesamt zeigen sich qualitätsbezogen stabile Preise für die Eiche, die Preise für Esche liegen im Durchschnitt um ca. 24 % unter dem deutlich überdurchschnittlichen Vorjahr.

Ergebnisübersicht Laubwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein

Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 505 €/Fm erreicht (Vorjahr 519 €/Fm). Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg mit 1.912 €/Fm. Dies war auch der teuerste Einzelstamm der Submissionen. Mit einem Volumen von 6,84 Fm erzielt diese Eiche einen Erlös von insgesamt 13.078 €. Die Anzahl der Gebote lag für die Eiche im Durchschnitt bei knapp 6 je Los.

Bei der Esche wurde ein Durchschnittspreis von 191 €/Fm erzielt (Vorjahre 251 und 201 €/Fm). Das Höchstgebot für die Esche lag bei 381 €/Fm. Insbesondere bei der Esche war die Nachfrage deutlich geringer, so dass rd. 40 % der Eschen nicht beboten wurden.

Ahorn wurde mit 13 Fm weiterhin nur zurückhaltend angeboten (Vorjahr 16 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 274 €/Fm, als Höchstpreis wurden 358 €/Fm erzielt.

Auch die Kirsche wurde marktbedingt nur mit einer geringen Menge von 8 Fm verkauft und erzielte im Durchschnitt 346 €/Fm, als Höchstpreis wurden 475 €/Fm erzielt.

Die „Braut“ auf dem Submissionsplatz Daldorf wurde das Los 2004 der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Forstverwaltung Rohlstorf mit 1339 €/Fm.
Erlöse der Laubwertholz-Submissionen Schleswig-Holstein 2019 im Vergleich mit den Jahren 2015 bis 2018. Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesforsten

Resümee

Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt zufrieden. Die Preise insbesondere für die mengenmäßig bedeutsamen Eichen ist trotz Mengensteigerung stabil geblieben. Die Nachfrage nach wertvollen Eichen ist anhaltend hoch. Ein lebhafter Wettbewerb bei der Eiche zeigt sich vor allem im Bereich des hochwertigen Sägeholzes.

Harald Nasse, Schleswig-Holsteinische Landesforsten/Red.

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