Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Über alle Holzarten wurde bei der Laubwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein ein durchschnittlicher Holzerlös von 462 Euro/Fm erzielt.

Laubwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein

Am 20. Februar 2018 fand die Gebotseröffnung der 46. Laubwertholz-Submissionen Schleswig-Holstein statt. Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden rd. 3.900 Fm der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten.

Diese vier koordinierten Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR), sowie zeitgleich auf dem Lagerplatz Lanken von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck ausgerichtet.

Angebot

Die Angebotsmenge lag vor allem aufgrund der Witterungsverhältnisse im Spätherbst 10 % unter Vorjahr, aber immer noch deutlich über dem langjährigen Mittel. Der Schwerpunkt lag wieder bei der Eiche, die mit einer Menge von rd. 3.100 Fm angeboten wurde (Vorjahr 3.290 Fm). Die angebotene Eschenmenge lag mit rd. 600 Fm zwar 27 % unter dem Vorjahr (826 Fm), berücksichtig man allerdings die vorgezogene Eschensubmission in Daldorf vom 29.11.2017 mit 410 Fm, lag das Eschenangebot in der Saison sogar bei 1.000 Fm.

Nachfrage

Insgesamt haben sich 32 Bieter (Vorjahr 25) aus ganz Deutschland, sowie aus Dänemark, Polen, Estland und der Schweiz an den Submissionen beteiligt. Verkauft wurden 17 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche Erle und Roteiche. Insgesamt konnten 98 % der angebotenen Menge zugeschlagen werden.

Der Gesamtumsatz lag bei 1.776.000 € (Vorjahr 1.825.000 €). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 462 €/Fm erzielt (Vorjahr 440 €/Fm). Insgesamt zeigen sich weiterhin moderat steigende Preise für die Eiche sowie ein starker Preisanstieg von durchschnittlich 25 % für Esche. Eine spürbare Erhöhung der Anzahl der Gebote je Los sind ein Ausdruck für die gestiegene Nachfrage.

Durchschnittspreise

Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 519 €/Fm erreicht (Vorjahr 506 €/Fm). Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte auf dem Lagerplatz Lanken ein Los aus dem Stadtwald Mölln mit 1.589 €/Fm. Der teuerste Einzelstamm der Submissionen war eine Eiche von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg, mit einem Volumen von 5,07 Fm erzielt diese Eiche einen Erlös von 7.448 €. Die Anzahl der Gebote lag für die Eiche im Durchschnitt bei 4,8 bis 8,1 je Los (Vorjahr 3,8 bis 6,7).

Bei der Esche konnte mit 251 €/Fm ein beachtlicher Preissprung erzielt werden (Vorjahr 201 €/Fm). Das Höchstgebot für die Esche lag bei 328 €/Fm. Im Gegensatz zum Vorjahr blieben bei der Esche auch nur wenige Lose ohne Gebot.

Ahorn und Kirsche wurden bei geringen Mengenangeboten weiterhin nur zurückhaltend beboten. Der Durchschnittspreis bei Ahorn lag bei 260 €/Fm, als Höchstpreis wurden 924 €/Fm erreicht. Die Kirsche und erzielte im Durchschnitt 224 €/Fm. Eine kleine Menge Roteiche (66 Fm) wurde zu einem Durchschnittspreis von 210 €/Fm verkauft.

„Trüffelbuche“ und Eibe aus Schleswig-Holstein

Bemerkenswerte Ergebnisse erzielten ein paar Besonderheiten wie eine fünf Jahre verpilzte Furnierbuche „Trüffelbuche“ mit einem Gebot von 350 €/Fm für einen Stamm mit 2 Fm. Weitere Lose mit 18 Fm „Trüffelbuche“ erzielten jeweils 125 €/Fm.

Ein beeindruckendes Ergebnis von 530 €/Fm erzielte eine 71 cm starke Eibe mit 1,3 Fm. Die 0,39 Fm und 0,6 Fm starken Seitenäste dieser Eibe erzielten noch 301 €/Fm.

Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden. Die Nachfrage nach wertvollem Laubholz, vor allem Eichen und insbesondere Eschen ist weiterhin anhaltend hoch.

Schleswig-Holsteinische Landesforsten

Auch interessant

von