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Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden.

Laubwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein

Am 18. Februar 2020 fand die Gebotseröffnung der 48. Laubwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein statt. Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden rund 3.600 Festmeter (Fm) der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten.

Während die Schleswig-Holsteinische Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR) Werthölzer auf dem Lagerplatz Daldorf präsentierten, wurde die Submission auf dem Lagerplatz Lanken von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck ausgerichtet.

Angebot und Nachfrage

Die Angebotsmenge lag insgesamt auf einem langjährigen Durchschnittsniveau, allerdings rund 17% unter dem des Vorjahres. Der Schwerpunkt lag wieder bei der Eiche, die mit einer Menge von circa 2.930 Fm angeboten wurde (3.350 Fm im Vorjahr). Die angebotene Eschenmenge lag allerdings mit 470 Fm deutlich unter Vorjahresniveau (847 Fm). Insgesamt beteiligten sich 31 Bieter (Vorjahr 24) aus ganz Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Verkauft wurden 12 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche und Erle. Insgesamt konnten 99,5 % der angebotenen Menge veräußert werden.

Ergebnis-Überblick

Der Gesamtumsatz lag bei 1.625.000 € (Vorjahr 1.785.000 €). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 459 €/Fm erzielt (Vorjahr 460 €/Fm). Insgesamt zeigten sich stabile Preise für die Eiche (+ 1 %) und Esche mit einer Steigerung von immerhin 8 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Höchstgebot auf dem Submissionsplatz Daldorf erzielte ein Los von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten aus der Försterei Ahrensbök mit 1.814 €/Fm.
Übersicht zu ausgewählten Ergebnissen der Laubwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein 2016 bis 2020. Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)

Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 511 €/Fm erreicht (Vorjahr 505 €/Fm). Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten mit 1.814 €/Fm. Der teuerste Einzelstamm der Submissionen ist eine Eiche von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg. Mit einem Volumen von 4,76 Fm erzielte diese Eiche einen Erlös von insgesamt 7.592 €.

Bei der Esche wurde ein Durchschnittspreis von 207 €/Fm erzielt (Vorjahr 191 €/Fm). Das Höchstgebot für die Esche lag bei 319 €/Fm. Bei der Esche war die Nachfrage deutlich stärker als im Vorjahr, so dass 100 % der Eschen verkauft wurden.

Ahorn wurde mit 26 Fm weiterhin nur zurückhaltend angeboten (Vorjahr 13 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 333 €/Fm. Als Höchstpreis wurden 528 €/Fm erzielt.

Auch die Kirsche wurde marktbedingt nur mit einer geringen Menge von 12 Fm verkauft und erzielte im Durchschnitt 327 €/Fm. Erfreuliche Erlöse erzielte auch die Ulme mit durchschnittlich 383 €/Fm und ein Walnuss-Los mit 846 €/Fm.

Resümee

Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden. Die Preise insbesondere für die mengenmäßig bedeutsamen Eichen und Eschen sind stabil geblieben. Die Nachfrage nach wertvollen Eichen ist anhaltend hoch. Ein lebhafter Wettbewerb bei der Eiche zeigt sich vor allem auch im Bereich des hochwertigen Sägeholzes.

Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)

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