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Laubholzgespräch in Baden-Württemberg

Am 25. Oktober 2010 fand das diesjährige Laubholzgespräch zwischen Vertretern des Verbandes der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg e.V. und den Waldbesitzern, vertreten durch den Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg (ForstBW), die Forstkammer Baden-Württemberg und einen Vertreter des Großprivatwaldes, statt. Die Vertreter von ForstBW stellten den aktuellen Aufbau der Holzverkaufsorganisation des neugegründeten Landesbetriebes vor. Für die anwesenden Sägewerksvertreter war von besonderem Interesse, dass an der zweistufigen Organisation des Holzverkaufs, die für den Laubstammholzverkauf von besonderem Interesse ist, festgehalten wurde.
Der Rückblick auf die abgelaufene Laubholzsaison war der Rückblick auf eine sehr schwierige Saison. Nach einem sehr schwachen Beginn, konnte ab Januar 2010 zwar eine gewisse Verbesserung festgestellt werden, dennoch blieben die Umsätze unbefriedigend. Für die kommende Buchensaison wird mengenmäßig ein etwas besserer Verlauf erwartet. Die Sägerseite geht von Einkaufsmengen für Buchenstammholz aus, die 10 bis 20 % über den letztjährigen Werten liegen werden. Allerdings wurde mehrfach auf die Volatilität der Märkte hingewiesen. Einig war man sich in der Einschätzung, dass für Preiserhöhungen bei B- und KB-Qualitäten wenig Spielraum besteht und die Preise hier stabil bleiben werden. Die beiden Seiten waren sich auch einig, dass eine Preiserhöhung für das C-Stammholz, angesichts der Preisentwicklungen im Brennholz- und Industrieholzbereich, unausweichlich ist. In Abhängigkeit von Sortiment und Region wird hier eine Spanne von 5 bis 12 % gesehen. Eine Erhöhung der Preise für Laubschnittholz ist genauso unausweichlich wie für Produkte der Holzwerkstoffindustrie.
Für Eiche-Stammholz gehen die Marktpartner von einer hohen Nachfrage aus, die stark vom Export getragen wird. Die Preise werden mindestens auf dem Niveau der vorletzten Saison gesehen. Die Vertreter der Forstwirtschaft sehen derzeit eine Nachfrage, die die mögliche Angebotsmenge übersteigt. Eine ähnlich starke Nachfragesituation besteht bei Esche-Stammholz, auch hier spielen die Exportmengen eine große Rolle. Für die Baumarten Ahorn und Kirsche werden derzeit kaum Impulse gesehen, die für eine Verbesserung sorgen könnten.
Positiv hervorzuheben ist der offene Meinungsaustausch der anwesenden Gesprächsteilnehmer, in einem beileibe nicht immer einfachen Umfeld. Die konstruktive Zusammenarbeit der Marktpartner soll konsequent weitergeführt werden. Durch gute gegenseitige Information soll eine marktgerechte und stabilisierende Mengenbereitstellung durch die Forstbetriebe erreicht werden.
VSH, LfB Baden-Württemberg

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