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dass bei den auffälligen Löchern der Käfer nicht früher entdeckt wurde.

Laubholzbockkäfer in Feldkirchen

In der Gemeinde Feldkirchen im Landkreis München wurde der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) gefangen. Der gefährliche Schädling ist eine ernste Gefahr für alle Laubbäume in der Gemeinde. Das Gebiet wurde deshalb inzwischen zur Quarantänezone erklärt.

Genauere Untersuchungen haben ergeben, dass der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB = Asian Longhorned Beetle) schon mehrere Jahre in dem Gebiet sein muss. Dass er jetzt entdeckt wurde, ist der Aufmerksamkeit eines Feldkirchner Bürgers zu verdanken, der den Namen des im Garten gefundenen unbekannten Käfers wissen wollte und ihn deshalb zur Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising-Weihenstephan schickte. Der ALB befällt potenziell alle Laubbaumarten, wobei er alle Ahornarten, Weiden, Platanen, Rosskastanien und Birken bevorzugt. Er wurde bisher nur in Ortschaften und in Gärten gefunden. Vor allem im Zuge des Waldumbaus mit Laubbäumen kann sich die Situation jedoch schnell ändern; Aufmerksamkeit und Vorsicht sind deshalb angesagt. Nur durch sofortiges Handeln kann eine Ausbreitung dieses gefährlichen Schädlings eingedämmt werden.
Das Julius Kühn-Institut (jki), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, hat im Jahr 2007 eine ausführliche Leitlinie zur Bekämpfung des ALB erlassen (www. jki.bund.de). Die befallenen Bäume müssen unverzüglich gefällt, das Holz vor Ort gehäckselt (maximale Häckselgröße: 1 cm) und verbrannt bzw. bei größeren Mengen einem Heizwerk zugeführt werden. Eine Nutzung der gefällten Bäume als Brennholz ist nicht zulässig, da während der Lagerung Käfer schlüpfen können.

 

Ludwig Holly
dass bei den auffälligen Löchern der Käfer nicht früher entdeckt wurde. Gefräßige Larven: Der Anschnitt zeigt das Ausmaß der Schäden. Foto: Holly

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