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Bayern: Staatsregierung beschließt Waldpakt

Landkongress zur Zukunft des Bayerischen Waldes

„Anpacken statt Abwarten – Impulse für die Zukunft unserer Region“, unter diesem Motto will Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Zukunftsperspektiven des Bayerischen Waldes mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft am 12. März in Regen in der Realschulaula erörtern. „Die Stärken einer Region liegen in der Region, dort müssen wir sie mobilisieren“, sagte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung. „Wir müssen diese Stärken hervorheben, schauen wo wir noch besser werden können und dann unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen.“ Aus diesem Grund habe er aktive und kreative Köpfe aus dem Bayerwald an einem Tisch versammelt, die gemeinsam neue Ideen und konkrete Ansätze für eine eigenständige, dynamische Entwicklung erarbeiten und diskutieren sollen.
Die Aussagen des Zukunftsrats hatten zu einer leidenschaftlichen Diskussion über die Perspektiven speziell in der Bayerwaldregion geführt. Aus diesem Grund wird auch das Mitglied des Zukunftsrats Dr. Hans Huber ein Statement abgeben. Die Situation im Bayerwald werden Landrat Heinz Wölfl und der Freyunger Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich schildern. Der Journalist und Autor Hannes Burger wird seine Sicht der Regionalpolitik erläutern, bevor Prof. Dr.-Ing. Holger Magel das Problem des demografischen Wandels aus Sicht der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum darlegt. Nach den Impulsreferaten wird der „Marktplatz der Ideen“ eröffnet.
Unabhängig vom Zukunftsrat der Bayerischen Staatsregierung, der mit seinen Thesen im Bericht „Zukunftsfähige Gesellschaft – Bayern in der fortschreitenden Internationalisierung“ eine kontroverse Diskussion ausgelöst hat, gelte es ein eigenes Leitbild für Niederbayern zu entwerfen. Ein solches Vorgehen sei auf Ebene des Bayerischen Waldes durchaus schon erfolgreich, wie der Bayerwaldgipfel im Jahr 2009 gezeigt habe, so der Minister.
Wenn der Landkongress für den Bayerischen Wald ein Erfolg wird, will der Minister ähnliche Veranstaltungen auch in anderen Regionen Bayerns durchführen, die von einer vergleichbaren demografischen Entwicklung betroffen sind. „Wir stehen unserem ländlichen Raum zur Seite und wollen Perspektiven aufzeigen, wie man auch unter schwierigen Bedingungen die Zukunft positiv gestalten kann“, so Brunner.
StMELF

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