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Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg: Wälder sind mehr als Holzproduktionsplantagen

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) ist empört über die ausschließlich erwerbswirtschaftliche Sichtweise des Bundeskartellamts, die jegliche ökologischen und Gemeinwohlaspekte des Waldes ausblendet.
Der LNV fürchtet um die anerkannt hohen Standards für eine besitzartenübergreifende naturnahe Waldwirtschaft, wenn sich das Bundeskartellamt mit seiner Meinung durchsetzt: Forsteinrichtung und Auszeichnen von Bäumen stuft das Bundeskartellamt als wirtschaftliche Tätigkeiten ein. Dabei handelt es sich nach LNV-Auffassung um die wichtigsten hoheitlichen Handlungen im Wald, die dafür sorgen, dass nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst und dass ein standortgerechter, vielschichtiger Mischwald mit vielen Altersstufen als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten und Erholungsraum für Bürgerinnen und Bürger erhalten bleibt. Allein Wettbewerbs-Maßstäbe für die Industrie und den Handel anzulegen, würde zu Holzproduktionsplantagen führen, befürchtet der LNV.
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg begrüßt daher die Entscheidung des Landes und den kommunalen Spitzenverbänden, erforderlichenfalls den Rechtsweg zu beschreiten.
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) ist Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Baden-Württemberg. In ihm sind 34 Vereine mit etwa 540.000 Mitgliedern organisiert. Er vertritt nach § 66 Abs. 3 NatSchG die Natur- und Umweltschutzvereine des Landes und ist anerkannter Natur- und Umweltschutzverband nach § 3 Umweltrechtsbehelfsgesetz.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg

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