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Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg fordert mehr Förster im Land

Der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg e. V. (LNV) Reiner Ehret begrüßt das Konzept des Landesbetriebs ForstBW für Naturnahe Wälder, stellt aber fest, dass das Land die Politik der Vorgängerregierung fortsetzt und in der Forstverwaltung weiter Personalstellen streicht. „Junge Forstleute muss man inzwischen im Land mit der Lupe suchen. Eine ökologisch und ökonomisch vernünftige Forstwirtschaft ist so nicht machbar!“, mahnt Ehret. Naturnahe Wälder seien begrüßenswert, doch wie das mit immer weniger Forstbediensteten funktionieren soll, sei fraglich.
Der LNV bezieht sich dabei auf die Pressemeldung des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vom 20. März zum Tag des Waldes am 21. März. Darin erklärte Forstminister Alexander Bonde: „Auch wenn in Baden-Württemberg die Waldfläche jährlich sogar leicht zunimmt, misst die Landesregierung dem Thema Erhalt und Schutz des Waldes große Bedeutung zu“. Der Schwächung der Wälder infolge der Luftschadstoffe und der Auswirkungen des Klimawandels begegne der Landesbetrieb ForstBW aktuell mit der Weiterentwicklung des Konzepts der naturnahen Waldwirtschaft. „Nur nachhaltig bewirtschaftete, naturnahe Wälder halten dem Klimawandel stand“, so der Forstminister. Auch die zunehmende Zerschneidung durch Verkehrsstraßen stelle eine Herausforderung dar, der das Land mit dem Generalwildwegeplan begegne.

„Die Erholungs- und Sozialfunktion des Waldes hat große Bedeutung für die Lebensqualität in Baden-Württemberg. Dies ist ein wichtiger weicher Standortfaktor“, ergänzte der Minister. Damit die Erholungsfunktion des Waldes dauerhaft erhalten bleibe, bedürfe es einer hochwertigen, nachhaltigen Forstwirtschaft. Dem Landesbetrieb ForstBW komme dabei eine Vorbildfunktion zu: Ökologische, ökonomische und soziale Ziele seien hier gleichrangig. „Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze – ganz im Gegenteil. Der Landesbetrieb ForstBW beweist, wie erfolgreich diese Bereiche zusammenwirken können“, sagte Bonde. Transparent und nachprüfbar habe der Betrieb für sich 18 strategische Nachhaltigkeitsziele beispielsweise im Bereich naturnahe Waldwirtschaft, Sozialfunktion oder Arbeitssicherheit definiert, an denen er sich künftig messen lasse.

 
LNV Baden-Württemberg/MLR

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