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Laut der Staatsministerin Priska Hinz beim Landesjägertag am Samstag, 26. Mai in Fulda leisten Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag für mehr Biodiversität.

Landesjägertag in Hessen

Laut der Staatsministerin Priska Hinz beim Landesjägertag am Samstag, 26. Mai in Fulda leisten Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag für mehr Biodiversität.

Umweltministerin Priska Hinz erklärte im Rahmen des Landesjägertages in Fulda: „Eines der wichtigsten Ziele meiner Politik ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten. Dafür haben wir viele Maßnahmen und Projekte auf den Weg gebracht und die Haushaltsmittel deutlich erhöht. 68 Millionen Euro stellen wir in dieser Wahlperiode für den Naturschutz zur Verfügung. Doch um das viele Geld sinnvoll und für die Umwelt gewinnbringend zu investieren, braucht es Menschen. Neben der Landwirtschaft und den Umweltverbänden sind das auch die Jägerinnen und Jäger in Hessen. Der Landesjagdverband Hessen engagiert sich auf der ganzen Landesfläche für die Erhaltung und Erweiterung von Lebensräumen.“

Preisverleihung auf dem Landesjägertag

Im Rahmen der Veranstaltung konnte die Ministerin auch den Staatsehrenpreis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Lebensraumgestaltung zu Gunsten wild lebender Tiere und wild wachsender Pflanzen an die Hegegemeinschaft Wiesbaden/Ost für ihr Gebiets-Lebensraum-Konzept vergeben. Dieses Projekt ist Teil des Schutzprogramms „Leitarten der Feldflur“ und ein Punkt aus dem neuen Naturschutzschwerpunkt, den die Ministerin Anfang Mai der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. „Das Besondere an diesem Projekt ist die frühe und bereite Einbindung von Grundstückseigentümern, Landwirten, Jägern, wie auch Behörden und ehrenamtlichen Artenschützern“, sagte Ministerin Hinz. „Hier wird effektiv und effizient im Sinne unserer Umwelt gehandelt.“

Engangement für die Erhaltung und Erweiterung von Lebensräumen

Der Landesjagdverband Hessen engagiert sich zum Beispiel in der Feldflur für die Erhaltung und Erweiterung von Lebensräumen. Das hat auch dazu beigetragen, dass beim Niederwild wieder ein stabiler Zuwachs zu verzeichnen ist. „Ich bitte alle Jägerinnen und Jäger, sich auch weiterhin so zahlreich an den Erfassungsmethoden für Rebhühner, Feldhasen, Stockenten und Gänsen zu beteiligen“, eappellierte Hinz. Die Ministerin rief die Jäger auf, die Rotwildbestände in einem ökologisch verträglichen Gleichgewicht zu halten. „Das Schälen von Bäumen gehört zu den natürlichen Lebensäußerungen des Rotwildes und ist nicht völlig vermeidbar. Doch die Schäden an Bäumen durch Verbiss sind nach wie vor besorgniserregend hoch und schaden dem Ökosystem Wald.“ Gleichzeitig gelte es, den Lebensraum für Rotwild durch die Pflege von Waldwiesen, Wildruhezonen und Grünbrücken zu verbessern, dazu tragen auch die Schutzprogramme der Landesregierung bei.

Die Ministerin dankte der Jägerschaft ebenfalls für ihr Engagement bei der Prävention der Afrikanischen Schweinepest: „Je höher der Bestand an Schwarzwild, desto schneller ist die Verbreitung der Seuche möglich. Daher ist es nach wie vor sehr wichtig, die lokalen Wildschweindichten in ganz Deutschland niedrig zu halten“, erklärte Hinz. Im Jagdjahr 2017/18 wurde eine Rekordstrecke beim Schwarzwild erzielt. In Hessen wurden circa 96.000 Stück Schwarzwild erlegt, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent bedeutet. „Auch wir als Vertreter der Politik setzen verschiedene Maßnahmen zur Prävention um. Damit unterstützen wir die wichtige Arbeit der Jäger. Innerhalb des Frühwarnsystems zahlen wir eine Prämie, wenn bei tot aufgefunden Tieren Proben entnommen werden. Außerdem haben wir die Schonzeit für Bachen und Keiler aufgehoben und organisieren landesweite Informationsveranstaltungen“, sagte die Ministerin.

HMUKLV

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