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Landesforstpräsident i.R. Dr. Max Scheifele 90

Landesforstpräsident i.R. Dr. Max Scheifele 90

Am 13. Dezember 2010 feierte Dr. Dr. h.c. Max Scheifele, von Juli 1974 bis Ende Dezember 1985 Landesforstpräsident in Baden-Württemberg, seinen 90. Geburtstag. Schwerpunkts seiner Zeit als Landesforstpräsident waren vor 35 Jahren die Neuordnung des Forstrechts und der Forstorganisation, die betriebswirtschaftliche Orientierung im Fortbetrieb, die Optimierung der Holzvermarktung, die Waldbauplanung mit richtungsweisenden regionalen Waldbaurichtlinien sowie die Entwicklung waldverträglicher Schalenwildbestände. Für seine Verdienste zur Modernisierung der Forstwirtschaft und eine naturgemäße Waldwirtschaft erhielt er von der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität München 1987 die Karl-Gayer-Medaille.
Sehr wichtig waren Dr. Scheifele auch Fragen des Führungsstils in öffentlichen Verwaltungen. Dies dokumentieren vor allem die bereits 1974 herausgegebenen „Leitlinien für die Zusammenarbeit und Führung in der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg“. Dabei betonte er die Bedeutung eines kooperativen Führungsstils, der geprägt ist von Vertrauen, Verantwortungsbewusstsein, selbstständigem Denken und Handeln sowie steter Kommunikationsbereitschaft.
Als Chef der Landesforstverwaltung war Scheifele stets ein Mann der Tat, einer der mit Zivilcourage Probleme anpackt und sie zu lösen sucht. Bereits während seiner aktiven Berufszeit war Scheifele auch ein Mann der Feder. Dies dokumentieren die rund 130 Veröffentlichungen. Auch im Ruhestand widmete sich Scheifele weiter der Schriftstellerei. Neben vielen Aufsätzen ragen besonders die Buchveröffentlichungen heraus. Für das Werk „Als die Wälder auf Reisen gingen. Wald, Holz, Flößerei in der Wirtschaftsgeschichte des Enz-Nagold-Gebiets“ erhielt er 1996 den Baden-Württembergischen Landespreis für Heimatforschung. Ebenfalls 1996 verlieh ihm die Forstwissenschaftliche Fakultät der Universität in Freiburg die Ehrendoktorwürde für seine forsthistorischen Untersuchungen.
 

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