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Die Niedersächsischen Landesforsten sichern den Erhalt der Kampstüh-Eichen.

Niedersächsiche Landesforsten sichern Alt-Eichenbestand

Das Waldstück Kampstüh im Beienroder Holz bei Lehre der Niedersächsichen Landesforsten ist für seine besonders alten, großkronigen Eichen bekannt. Die bis zu 600 Jahre alten Relikte eines ehemaligen Hutewaldes sind für den Artenschutz sehr wertvoll und prägen das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Beienroder Holz“ maßgeblich.

Um den Fortbestand der Eichenwälder langfristig zu sichern, müssen nun einzelne Pflegeeingriffe zu Gunsten der vergleichsweise noch jungen Eichen im Alter zwischen 150 und 300 Jahren durchgeführt werden. „Im ersten Arbeitsgang werden wir im Abstand von 40 m Rückegassen anlegen“, so Revierleiter Dirk Schlüter aus der Revierförsterei Königslutter, „Anschließend werden wir in einem Pflegeeingriff Hainbuchen und einige Eichen aus dem Waldbestand entnehmen, welche die verbleibenden Eichen in den Kronen bedrängen.“

Die Hainbuchen wurden in früheren Jahrzehnten als sogenannte „dienende-Baumart“ in den Eichenbestand gepflanzt oder haben sich selbst angesamt. Sie schützten die Eichen und sorgten durch ihre Konkurrenz dafür, dass die Eichen in das Höhenwachstum investierten. Nun, da die Eichen ihr Höhenwachstum weitestgehend abgeschlossen haben, sollen diese möglichst große Kronen entwickeln. Da die Hainbuchen den Eichen jetzt in die Kronen wachsen und so das nötige Licht nehmen, werden jetzt Pflegeeingriffe zu Gunsten der Eichen erforderlich. Nur so kann der Charakter eines lichten Eichenwaldes mit einer besonders hohen Artenvielfalt dauerhaft erhalten werden.

Die jetzt anstehende Pflegemaßnahme wurde nach umfassender Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde vorbereitet. Die Pflegeeingriffe im Waldstück Kampstüh werden voraussichtlich bis Ende September andauern.

NLF

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